23 March 2026, 20:05

250 Prominente fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Misshandlung

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine 'Steh Auf' -Plakette und Schilder vor einem Glasgebäude bei Nacht halten.

250 Prominente fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und digitale Misshandlung

Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen in Deutschland hat einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung männlicher Gewalt vorgestellt. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Unterhalterinnen und Aktivistinnen, die dringende Rechtsreformen vorantreiben. Ihre Forderungen zielen auf strengere Gesetze gegen sexualisierte Gewalt und digitale Misshandlung ab.

Zu den bekannten Namen der Initiative gehören SPD-Chefin Bärbel Bas, die Co-Vorsitzende der Grünen Franziska Brantner sowie die Fernsehmoderatorin Carolin Kebekus. Auch die Schauspielerin Veronica Ferres, die Musikerin Nina Chuba und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer unterstützen die Kampagne. Gemeinsam fordern sie umfassende Änderungen, um Frauen besser vor Gewalt zu schützen.

Ein zentraler Vorschlag ist die Einführung eines "affirmativen Konsensmodells" im Sexualstrafrecht, oft als "Nur ein Ja heißt Ja" beschrieben. Dies würde eine ausdrückliche Zustimmung vor jeder sexuellen Handlung erfordern. Zudem soll "Femizid" als eigenständiges Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch anerkannt werden.

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Ein weiteres drängendes Thema ist digitale Gewalt. Der Plan fordert ein Verbot von KI-gestützten "Nacktbild-Apps", die mithilfe künstlicher Intelligenz Personen auf Fotos ohne deren Einwilligung entkleiden. Zudem sollen nicht einvernehmliche, sexualisierte Deepfake-Inhalte unter Strafe gestellt werden. Darüber hinaus setzt sich das Bündnis für ein Digitales Schutzgesetz ein, das sicherstellt, dass schädliches Material schnell entfernt und Täter identifiziert werden.

Die Vorschläge zielen darauf ab, den rechtlichen Schutz von Frauen in physischen wie digitalen Räumen zu stärken. Würden die Reformen umgesetzt, wären sie ein bedeutender Schritt im Umgang Deutschlands mit sexualisierter Gewalt und Online-Belästigung. Die Regierung hat sich bisher noch nicht zu den Forderungen des Bündnisses geäußert.

Quelle