30 April 2026, 16:20

AfD-Veranstaltung im Landhaus Lengede löst Proteste und Stornierungen aus

Eine Gruppe von Menschen steht in der Nähe eines Lastwagens auf einer Straße mit Gebäuden, Bäumen und Laternen im Hintergrund, einige tragen Mützen und Masken, mit einem Band an einem Pfahl im Vordergrund.

AfD-Veranstaltung im Landhaus Lengede löst Proteste und Stornierungen aus

Eine öffentliche Veranstaltung der AfD-Bundestagsfraktion im Landhaus Lengede im Landkreis Peine hat für Aufsehen gesorgt. Das Haus, das sich als neutraler Gastgeber präsentiert, sah sich mit massiver Kritik konfrontiert, nachdem drei AfD-Bundestagsabgeordnete – darunter der prominente Politiker Maximilian Krah – an der Zusammenkunft teilgenommen hatten. Im Anschluss kam es zu Protesten und Stornierungen, was die Spannungen in der Region weiter verschärfte.

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Die Veranstaltung war Teil der umstrittenen Bürgerdialog-Reihe der AfD, die regelmäßig auf Widerstand stößt. Unter den Gästen befanden sich neben Krah, der derzeit wegen des Verdachts auf Bestechung und Geldwäsche ermittelt wird, auch Angela Rudzka, AfD-Bundestagsabgeordnete und Kandidatin für das Amt der Landrätin. Das Landhaus Lengede betonte später in einer Stellungnahme, dass es die Ansichten seiner Kunden oder Gäste nicht unterstütze.

Die Veranstaltung fand nur wenige Wochen nach einer Demonstration mit rund 1.200 Teilnehmern gegen einen AfD-Auftritt im nahegelegenen Melle (Niedersachsen) statt. Das Landhaus Lengede, das sich als offener Veranstaltungsort für alle politischen Gruppen versteht, berichtete von Drohungen und Absagen als Reaktion auf die AfD-Veranstaltung. Trotz der Folgen hält das Haus an seiner Position als neutraler Raum für den öffentlichen Diskurs fest.

Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen im Zusammenhang mit AfD-Veranstaltungen in der Region. Zwar verteidigt das Landhaus Lengede weiterhin seine Rolle als überparteilicher Veranstaltungsort, doch die Kritik hat finanzielle und reputative Konsequenzen nach sich gezogen. Die Situation spiegelt die breite öffentliche Ablehnung der Parteiaktivitäten in Niedersachsen wider.

Quelle