Agnes Geislers bewegendes Zeugnis: Eine Überlebende erzählt im **Museumsquartier** Osnabrück

Agnes Geislers bewegendes Zeugnis: Eine Überlebende erzählt im **Museumsquartier** Osnabrück
Ein bewegendes Ereignis findet am 22. Januar 2023 im Museumsquartier Osnabrück statt. Um 18:30 Uhr wird die Geschichte von Agnes Geisler – einer Sinti-Frau, die als Kind mehrere Konzentrationslager überlebte – im Rahmen einer Lesung und anschließenden Diskussion erzählt. Der Abend soll das historische Gedächtnis in der heutigen politischen Landschaft wachhalten.
Agnes Geisler war erst neun Jahre alt, als sie Auschwitz, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen durchlitt. Jahrzehnte später entschied sie sich, öffentlich über ihr Leiden zu sprechen – getrieben vom Wunsch, vor dem Vergessen zu warnen. Ihre Schilderungen hielt Louis Pawellek fest, der im Laufe der Zeit ihr Vertrauen gewann.
Die Veranstaltung entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem Museumsquartier und dem Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück. Elisabeth Kohlhaas, die Geisler in einem Leseworkshop begleitete, wird die schriftliche Fassung ihrer Geschichte präsentieren. Anschließend führt Pawellek durch eine Diskussion und gibt tiefere Einblicke in ihre Erlebnisse. Die Organisator:innen sehen darin einen Beitrag zur aktiven Erinnerungskultur. Durch die Weitergabe von Geislers Zeugnis soll historische Verantwortung gestärkt und sichergestellt werden, dass sich solche Gräueltaten nie wiederholen.
Die Lesung und Diskussion bieten eine seltene Gelegenheit, die Perspektive einer Überlebenden aus erster Hand zu hören. Geislers Entscheidung, ihre Geschichte zu teilen, unterstreicht die Bedeutung des Erinnerns. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung steht allen offen und lädt zum Nachdenken über die Lehren der Geschichte ein.