Amanda Knox unterstützt verurteilte Kinderkrankenschwester Lucy Letby – und löst Empörung aus
Anna SchmittAmanda Knox unterstützt verurteilte Kinderkrankenschwester Lucy Letby – und löst Empörung aus
Amanda Knox hat öffentlich ihre Unterstützung für Lucy Letby erklärt, die ehemalige Krankenschwester, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde. Bei einer Veranstaltung in London äußerte Knox ihre Meinung zu dem Fall, während sie gleichzeitig ihren Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf bewarb. Ihre Äußerungen stoßen beim Anwalt der Familie von Meredith Kercher auf Kritik.
Während einer Fragerunde im Greenwich Picturehouse kämpfte Knox mit den Tränen, als sie über ihre eigenen Erfahrungen und den Fall Letby sprach. Sie enthüllte, dass sie Letby im Gefängnis einen Brief sowie ein Exemplar ihrer 2022 erschienenen Autobiografie Frei geschickt habe, in dem sie sie aufforderte, die Hoffnung nicht aufzugeben. Knox betonte jedoch, dass sie nie direkt mit Letby gesprochen habe.
In ihrem Podcast zum Fall Letby setzt sich Knox mit den Beweisen und dem juristischen Verfahren auseinander. Schon in ihrem früheren Buch Warten auf Gerechtigkeit (2013) schildert sie ihre eigenen Erlebnisse nach der fälschlichen Verurteilung in Italien.
Francesco Maresca, der Anwalt der Familie von Meredith Kercher, reagierte scharf auf Knox' Engagement. Er warf ihr vor, das Andenken an Kercher auszunutzen, und erklärte: "Jetzt reicht es." Seine Worte unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen Knox und den mit dem Kercher-Fall Verbundenen.
Knox' öffentliche Unterstützung für Letby hat die Debatte über ihre Rolle in prominenten Rechtsfällen neu entfacht. Der Brief- und Buchaustausch ist ihr jüngster Versuch, Menschen zu helfen, von denen sie glaubt, dass sie Unrecht erfahren haben. Gleichzeitig zeigt die Kritik des Kercher-Familienanwalts, wie umstritten ihr Handeln nach wie vor ist.






