Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxisches Arbeitsklima unter Direktorin Stolz?
Jonas HoffmannAnonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Toxisches Arbeitsklima unter Direktorin Stolz?
Ein anonymer Brief wirft Dr. Silvia Stolz, der Direktorin des Stadttheaters Fürth, vor, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Vorwürfe beschreiben eine Kultur der Angst, des Misstrauens und psychischer Belastung unter den Mitarbeitenden. Stolz leitet die Einrichtung seit November 2023 – eine Zeit, die sowohl von Wachstum als auch von Kontroversen geprägt war.
Der nicht unterzeichnete Brief behauptet, 25 fest angestellte Mitarbeiter zu vertreten, nennt jedoch keine Namen. Darin wird Stolz’ Führungsstil als Ursache für eine feindselige Atmosphäre dargestellt, ohne dass konkrete Vorfälle geschildert werden.
Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Annahme zurück, der Brief spiegle die Meinung des gesamten Teams wider. Er betonte, dass die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere reibungslos verliefen und viele Kolleginnen und Kollegen mit großer Hingabe bei der Arbeit seien. Eidinger hob zudem hervor, dass Stolz die Verbindung des Theaters zur Stadt gestärkt, die Zugänglichkeit verbessert und den öffentlichen Dialog gefördert habe.
Der Theaterkurator Maurice Schönleben (SPD) sprach sich öffentlich für Stolz aus und verwies auf die Fortschritte des Hauses seit 2023. Unter ihrer Leitung sei das Theater moderner, effizienter und bürgernäher geworden. In der Spielzeit 2024/2025 verzeichnete es über 100.000 Besucher und mehr als 95.000 verkaufte Tickets, zudem wurde das Jugendtheaterprogramm deutlich ausgebaut.
Trotz der Vorwürfe stellte Eidinger fest, dass ein Kern der Belegschaft weiterhin motiviert und mit Leidenschaft bei den Produktionen dabei sei. Andere Mitarbeitende seien jedoch verunsichert und suchten Klarheit über die zukünftige Ausrichtung des Theaters.
Der Spielbetrieb läuft trotz der anonymen Anschuldigungen weiter, während die Vorwürfe noch ungeklärt sind. Die Meinungen unter den Beschäftigten scheinen gespalten: Einige stehen voll hinter ihrer Arbeit, andere sorgen sich um das Arbeitsklima. In den kommenden Monaten könnte es weitere Entwicklungen geben, wenn sich das Theater mit den Vorwürfen auseinandersetzt.






