Ärzte fordern radikale Alkohol-Reformen: Kein Schnaps im Supermarkt, härtere Jugendregeln
Hannah SchneiderÄrzte fordern radikale Alkohol-Reformen: Kein Schnaps im Supermarkt, härtere Jugendregeln
Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg drängt auf strengere Alkoholgesetze in Deutschland. Ihre Vorschläge zielen auf Verkaufsbeschränkungen und Altersgrenzen ab, um den Konsum von Jugendlichen einzudämmen und langfristige Gesundheitsrisiken zu verringern.
Nach den neuen Plänen dürften Supermärkte, Tankstellen und Kioske keinen hochprozentigen Alkohol mehr verkaufen. Stattdessen wären Spirituosen nur noch in lizenzierten Fachgeschäften erhältlich. Damit soll der leichte Zugang zu starken alkoholischen Getränken erschwert werden.
Die Vereinigung fordert zudem die Abschaffung einer bestehenden Ausnahme. Bisher dürfen 14- und 15-Jährige legal Bier, Wein oder Sekt kaufen und trinken, wenn eine erziehungsberechtigte Person sie begleitet. Die Organisation argumentiert, dass diese Regelung zum „begleiteten Trinken“ vollständig gestrichen werden sollte.
Studien zeigen, dass früher Alkoholkonsum zu Abhängigkeit und dauerhaften Gesundheitsschäden führen kann. Deutschland stuft Alkohol bereits jetzt als eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken ein. Die Kassenärztliche Vereinigung verweist auf internationale Erkenntnisse: Strengere Altersgrenzen und Verkaufskontrollen reduzieren den Jugalkoholkonsum wirksam und schützen die öffentliche Gesundheit.
Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würden Spirituosen aus dem alltäglichen Einzelhandel verschwinden und das begleitete Trinken für Jugendliche enden. Die Vereinigung ist überzeugt, dass diese Maßnahmen alkoholkbedingte Schäden verringern und die langfristige Gesundheit der Bevölkerung verbessern werden. Die Vorschläge warten nun auf weitere Beratungen durch die Politik.






