14 March 2026, 20:04

Brandenburg testet revolutionäres Notdienstmodell für Apotheken – mehr Erholung, bessere Versorgung

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Kabeln, Werbetafeln, Topfpflanzen, Kraftfahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Brandenburg testet revolutionäres Notdienstmodell für Apotheken – mehr Erholung, bessere Versorgung

Brandenburg testet neues Notdienstmodell für Apotheken

In Brandenburg ist ein neues Notdienstmodell für Apotheken als Pilotprojekt gestartet. Die am 1. März eingeführte Regelung soll die Belastung des Apothekenpersonals verringern und gleichzeitig sicherstellen, dass Patienten weiterhin Zugang zu ihren Medikamenten haben. Apotheker wie Peter Schmieder begrüßen die Änderungen, bleiben aber vorsichtig optimistisch, was ihre Wirkung angeht.

Bisher mussten Apotheker wie Schmieder alle 13 Tage einen Notdienst leisten. Nun wurde der Turnus auf 20 Tage verlängert, was den Teams mehr Erholungszeit gibt. Schmieder, der in Golzow arbeitet, bezeichnete die geringere Häufigkeit als Entlastung.

Die Brandenburgische Apothekerkammer (LAK) führt das Pilotprojekt bis zum 31. Dezember durch. Ihr Präsident, Jens Dobbert, bezeichnete die Reform als eine notwendige strukturelle Anpassung an moderne Herausforderungen. Er betonte, dass das neue Modell die Entlastung des Personals mit einer stabilen Arzneimittelversorgung für die Bevölkerung in Einklang bringe.

Finanziell könnte sich die Vergütung für Notdienste durch die Änderungen fast verdoppeln. Thomas Müller, ein hoher Beamter im Bundesgesundheitsministerium, bezeichnete den neuen Service sogar als "goldene Lösung". Schmieder hingegen schlug einen pragmatischeren Ansatz vor: Notdienste stattdessen an Krankenhäusern anzusiedeln, statt Patienten weite Wege aufzuerlegen.

Zudem zielt das Projekt darauf ab, das bestehende Personal effizienter einzusetzen. Durch eine gleichmäßigere Verteilung der Dienste hofft die LAK, Engpässe zu vermeiden und gleichzeitig eine flächendeckende Versorgung in Brandenburg aufrechtzuerhalten.

Das Pilotprojekt läuft bis Jahresende, wobei Apotheker und Verantwortliche die Auswirkungen genau beobachten. Bei Erfolg könnte das Modell eine langfristige Lösung werden, um die Anforderungen an die Belegschaft mit den Bedürfnissen der Patienten in Einklang zu bringen. Der Ausgang des Projekts wird zeigen, ob ähnliche Reformen bundesweit übernommen werden.

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