Brandenburgs Landtag sucht Lösungen für explodierende Spritpreise und Ölkrise in Schwedt
Hannah SchneiderBrandenburgs Landtag sucht Lösungen für explodierende Spritpreise und Ölkrise in Schwedt
Brandenburgs Landtag debattiert am Donnerstag über steigende Spritpreise und deren wirtschaftliche Folgen. Gleichzeitig wird untersucht, wie sich der Stopp der kasachischen Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline auf die PCK-Raffinerie in Schwedt auswirkt.
Der Krieg im Nahen Osten hat in den vergangenen Monaten die Preise für Öl und Gas stark in die Höhe getrieben. Die rot-rote Landesregierung Brandenburgs reagierte darauf mit einer vorübergehenden Senkung der Steuern auf Diesel und Benzin, wodurch sich die Kosten um etwa 17 Cent pro Liter (brutto) verringerten.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Gründe für die explodierenden Sprit- und Energiepreise sowie mögliche Lösungsansätze. Besonders besorgniserregend ist die Unterbrechung der kasachischen Ölversorgung für die PCK-Raffinerie. Danny Ruthenburg, Vorsitzender des Betriebsrats bei PCK, warnte, dass ohne dieses Öl die Auslastung des Werks auf 65 Prozent sinken könnte.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zeigt sich hingegen optimistisch, dass die Produktion aufrechterhalten werden kann. Sie verwies auf alternative Versorgungswege über die Häfen von Danzig und Rostock als mögliche Lösungen.
Ziel der Parlamentssitzung ist es, den akuten wirtschaftlichen Druck durch die hohen Spritkosten zu mindern. Während die Steuerentlastung für Autofahrer bereits greift, suchen Behörden weiterhin nach Wegen, um die stabile Ölversorgung der Raffinerie in Schwedt zu sichern.






