Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel
Anna SchmittBrandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel
Brandenburg steht vor dem schlimmsten Lehrkräftemangel aller Zeiten – ausgerechnet jetzt, da die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Die Haushaltskürzungen für 2025 haben die Krise weiter verschärft und Proteste unter Pädagogen ausgelöst. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU), der das Amt erst kürzlich von der SPD übernommen hat, warnte, dass Schulen im kommenden Jahr möglicherweise nicht einmal den Pflichtunterricht sicherstellen können.
Das aktuelle Schuljahr hatte bereits mit einem Lehrermangel begonnen, doch die Lage wird sich weiter zuspitzen. Durch die Kürzungen im Haushalt 2025 fallen 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte weg – die Lücken zu schließen, wird damit noch schwieriger. Die meisten Lehrer in Brandenburg arbeiten bereits jetzt eine zusätzliche Stunde pro Woche, um den Mangel auszugleichen.
Hoffmann, der als CDU-Politiker die Bildungsressorts von der SPD übernommen hat, räumte ein, dass er für das nächste Schuljahr keine vollständige Personalausstattung garantieren könne. Mit über 323.000 erwarteten Schülern – die höchste Zahl in der Geschichte Brandenburgs – steht das System vor einer beispiellosen Belastung. Die Kürzungen blockieren zudem die Einstellung von Quereinsteigern, die oft helfen, Engpässe zu überbrücken.
Trotz der Herausforderungen kündigte Hoffmann Reformen an, um die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler zu verbessern. Doch Lehrergewerkschaften und Schulmitarbeiter protestieren: Die Haushaltskürzungen würden selbst die Grundversorgung im Unterricht gefährden.
Die Kürzungen für 2025 hinterlassen Brandenburgs Schulen mit weniger Lehrkräften und mehr Schülern als je zuvor. Ohne zusätzliche Mittel oder Personal droht das Land, seine gesetzlichen Unterrichtsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Hoffmanns Reformen müssen sich nun in einem überlasteten System bewähren.






