02 April 2026, 18:04

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen trotz Rekordernte mit steigenden Kosten und schrumpfenden Flächen

Altes Buch mit schwarzem Hintergrund, das eine detaillierte Karte der brandenburgischen Region Deutschlands zeigt, einschließlich geografischer Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte, begleitet von Texten über die Region.

Brandenburgs Spargelbauern kämpfen trotz Rekordernte mit steigenden Kosten und schrumpfenden Flächen

Spargelsaison in Brandenburgs größtem Anbaugebiet um Beelitz hat begonnen

Die Spargelbauern in der Region um Beelitz, Brandenburgs wichtigstem Anbaugebiet, rechnen in diesem Jahr mit einer starken Ernte – 2025 könnten fast 19.000 Tonnen geerntet werden. Doch steigende Kosten und schrumpfende Anbauflächen setzen die lokalen Produzenten unter Druck.

In den vergangenen fünf Jahren sind Brandenburgs Spargelfelder um 10 bis 15 Prozent geschrumpft. Die bewirtschaftete Fläche verringerte sich von etwa 1.200 auf rund 1.000 Hektar. Höhere Produktionskosten und Arbeitskräftemangel zwingen viele Bauern dazu, weniger anzubauen.

Aktuell liegen die Preise für Spargel zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Mit zunehmender Erntemenge im Laufe der Saison werden sie voraussichtlich auf 10 bis 12 Euro fallen. Supermärkte drücken die Preise jedoch weiter, was es den Landwirten erschwert, ihre Ausgaben zu decken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Gestiegene Lohnkosten – unter anderem durch die Erhöhung des Mindestlohns – belasten die Betriebe zusätzlich. Der jüngste Anstieg der Dieselpreise, ausgelöst durch die Spannungen im Iran, kostet manche Bauern alle zehn Tage rund 5.000 Euro extra. Gleichzeitig drücken günstige Importe aus Spanien, Mexiko und Griechenland die heimischen Produzenten weiter in die Defensive.

Trotz einer vielversprechenden Ernte steht Brandenburgs Spargelbranche vor einer Reihe von Herausforderungen: Höhere Kosten für Treibstoff, Arbeitskräfte und Produktion sowie die Konkurrenz durch Importware schmälern die Gewinne. Da die Anbauflächen weiter schrumpfen, müssen die Erzeuger sich anpassen, um in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig zu bleiben.

Quelle