Bundespolizei entdeckt Waffenarsenal bei Routinekontrolle auf der A12
Hannah SchneiderBundespolizei entdeckt Waffenarsenal bei Routinekontrolle auf der A12
Bundespolizei beschlagnahmt Waffenarsenal und gefährliche Gegenstände bei Routinekontrolle auf der A12
Bei einer standardmäßigen Grenzüberprüfung auf der Autobahn A12 haben Bundespolizisten einen Fundus an Waffen und gefährlichen Gegenständen sichergestellt. Beamte hielten ein Fahrzeug mit drei Insassen an und entdeckten darin Klingen, Bargeld sowie weitere bedrohliche Objekte. Die Entdeckung führte zu laufenden Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz.
Der Vorfall ereignete sich, als die Beamten in der Nähe der polnischen Grenze ein Auto anhielten. Im Fahrzeug befanden sich ein 35-jähriger Fahrer sowie zwei Mitfahrer im Alter von 20 und 21 Jahren. Der jüngere Beifahrer war den Behörden bereits bekannt.
Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten ein Schwert, eine Machete, drei Messer und einen Schlagstock. Zudem beschlagnahmten sie eine Signalpistole, zwei Tierabwehrsprays, einen Schlagring und 12.000 Euro in bar. Sämtliche Gegenstände wurden als Beweismaterial sichergestellt. Den drei Männern drohen nun rechtliche Konsequenzen nach dem Waffengesetz.
Auf der A12 gelten seit Oktober 2023 verschärfte Kontrollen, nachdem vorübergehende Grenzkontrollen wieder eingeführt worden waren. Diese Maßnahmen, die mindestens bis Herbst 2026 verlängert wurden, sollen unter anderem irreguläre Migration, den Ukraine-Krieg und Konflikte im Nahen Osten eindämmen. Täglich passieren 13.800 polnische Pendler die Grenze in Richtung Brandenburg, 4.100 fahren nach Berlin, und jährlich sind es 3,5 Millionen Lkw. Obwohl seit Beginn der Kontrollen keine ähnlichen Vorfälle gemeldet wurden, führt die auf 30 Kilometer ausgeweitete Kontrollzone an Wochenenden zu Verzögerungen und Frust bei Autofahrern – darunter auch Klagen über willkürliche Stopps in Gebieten wie Frankfurt (Oder).
Die beschlagnahmten Waffen und das Bargeld bleiben Gegenstand der Ermittlungen. Die Behörden setzen die Grenzkontrollen entlang der A12 fort, was tausende Pendler und den Güterverkehr täglich betrifft. Über die Identität oder die Motive der Männer wurden keine weiteren Details bekannt gegeben.






