12 April 2026, 10:03

Bundesrat will Untermietverträge strenger kontrollieren – mehr Schutz für Mieter

Cartoon-stilartige Illustrationen von Menschen, Gebäuden und Gegenständen begleiten fett gedruckten Text auf einem Blatt, das das Mietrechtsgesetz darstellt, eingerahmt von einem dekorativen Rand.

Bundesrat will Untermietverträge strenger kontrollieren – mehr Schutz für Mieter

Neue Initiative im Bundesrat: Schärfere Regeln für Untermietverträge

Eine neue Initiative im deutschen Bundesrat zielt darauf ab, die Vorschriften für Untermietverträge zu verschärfen. Der Vorstoß folgt einem aktuellen Gerichtsurteil und soll gefährdete Untermieter vor Ausbeutung schützen. Angesichts der Wohnungsnot und steigender Mieten sind illegale, gewinnorientierte Untervermietungen zunehmend ein Problem.

Der Plan sieht vor, dass Hauptmieter künftig verpflichtet werden, Untermietverträge ihren Vermietern offenzulegen. Zudem soll verhindert werden, dass Vermieter gegen unerlaubte Untervermietungen bewusst wegsehen – etwa aus finanziellen Interessen.

Am 28. Januar 2026 entschied der Bundesgerichtshof, dass Hauptmieter Wohnungen nicht rein gewinnorientiert untervermieten dürfen (Aktenzeichen: VIII ZR 228/23). Das Urteil machte Lücken im geltenden Recht deutlich: Oft fehlen Vermietern grundlegende Informationen über Untermieter oder die vertraglichen Bedingungen.

Der Bundesrat will diese Schlupflöcher nun schließen. Künftig müssten Hauptmieter Vermieter vorab über geplante Untervermietungen informieren. Die Initiative richtet sich auch gegen Vermieter, die illegale Untervermietungen bewusst dulden. Ohne solche Schutzmechanismen drohen Untermieter im Falle einer Kündigung des Hauptmieters ihren Wohnraum zu verlieren.

Die Wohnungsnot in den Städten hat Untervermietungen häufiger gemacht. Zwar können seriöse Vereinbarungen für alle Beteiligten funktionieren, doch viele Untermieter zahlen hohe Preise und genießen kaum rechtlichen Schutz. Die Reformen sollen Flexibilität mit klareren Regeln verbinden und faire Bedingungen für alle schaffen.

Falls verabschiedet, würden die neuen Vorschriften Vermietern mehr Kontrolle über Untervermietungen geben und Untermieter vor plötzlichen Kündigungen schützen. Gleichzeitig sollen sie verhindern, dass Vermieter und Hauptmieter rechtliche Grauzonen für Profitzwecke ausnutzen. Angesichts anhaltender Mietpreisdrucks könnten die Reformen dringend benötigte Stabilität auf dem deutschen Wohnungsmarkt bringen.

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