21 April 2026, 00:11

Bundesregierung plant milliardenschwere Sefe-Privatisierung bis 2028

Eine Balkendiagramm, das die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zeigt, mit Prozentangaben und Texten, die das Investitionsniveau angeben.

Bundesregierung plant milliardenschwere Sefe-Privatisierung bis 2028

Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter Gazprom Germania, die derzeit unter staatlicher Kontrolle steht. Die Bundesregierung strebt an, durch eine Kapitalerhöhung zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro einzunehmen, während die Kernaktivitäten des Unternehmens erhalten bleiben sollen. Unterdessen zeichnen sich in Europa weitere energiewirtschaftliche Veränderungen ab: Moldau erwägt die Verstaatlichung ihres Gasversorgers, und die USA verlängern eine Sanktionen-Ausnahme für ein serbisches Ölunternehmen.

Sefe, das kritische Energieinfrastrukturen wie Gasspeicher, Pipelines und eine britische Handelsabteilung verwaltet, soll nicht in Einzelteile zerschlagen und separat verkauft werden. Die deutsche Regierung muss ihren Anteil am Unternehmen bis Ende 2028 um mindestens 75 Prozent reduzieren. Nach der ersten Kapitalerhöhung könnten weitere Verkäufe folgen – möglicherweise über einen Börsengang.

Steigende Gaspreise und anhaltende geopolitische Spannungen haben den Privatisierungsprozess beschleunigt. Gleichzeitig prüfen Beamte eine mögliche Fusion zwischen Sefe und Uniper, einem weiteren großen deutschen Gasimporteur.

In anderen Teilen Europas erwägt Moldau die Verstaatlichung von Moldovagaz nach einem Streit mit dem russischen Konzern Gazprom. In Serbien hat das US-Finanzministerium der Naftna Industrija Srbije (NIS), an der mehrheitlich russische Unternehmen beteiligt sind, eine letzte einmonatige Sanktionen-Ausnahme gewährt. Die Fristverlängerung folgt auf eine zuvor gesetzte 45-Tage-Frist für Gazprom Neft, sich von seinen Anteilen am Unternehmen zu trennen.

Die Privatisierung von Sefe durch die Bundesregierung markiert einen wichtigen Schritt bei der Neuausrichtung des deutschen Energiesektors. Während eine mögliche Fusion noch diskutiert wird und weitere Anteilsverkäufe geplant sind, wird sich der Prozess in den kommenden vier Jahren entfalten. Die Maßnahmen erfolgen zu einer Zeit, in der andere europäische Länder ihre Energiestrategien anpassen – vor dem Hintergrund sich wandelnder Versorgungsrisiken und regulatorischer Herausforderungen.

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