22 April 2026, 10:05

Bundestagsabgeordnete erhalten 2026 500 Euro mehr – doch die Kritik wächst

Ein Mann in Anzug und Krawatte steht an einem Rednerpult mit Mikrofon und spricht vor Flaggen und einem Bildschirm, wahrscheinlich spricht er über eine Regierungszahlung an die Milchindustrie.

Bundestagsabgeordnete erhalten 2026 500 Euro mehr – doch die Kritik wächst

Abgeordnete des Deutschen Bundestags sollen 2026 eine Gehaltserhöhung von etwa 500 Euro pro Monat erhalten. Damit steigt ihr monatliches Bruttogehalt auf rund 12.330 Euro. Doch die geplante Anpassung hat eine Debatte unter den Parteien ausgelöst, wie die Bezüge der Parlamentarier künftig festgelegt werden sollten.

Die Erhöhung erfolgt nach einem automatischen Mechanismus, der die Abgeordnetenbezüge an die allgemeine Lohnentwicklung koppelt. Steffen Bilger von der CDU erklärte, dieses System sorge dafür, dass die Gehälter die wirtschaftliche Gesamtlage widerspiegeln. Auch die SPD unterstützt das bestehende Verfahren. Dirk Wiese verwies darauf, dass es sogar zu Gehaltskürzungen führen könne – wie 2021 geschehen.

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Die Grünen verteidigen den Mechanismus. Helge Limburg betonte, eine Aussetzung müsste gut begründet werden, und hob die Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Systems hervor. Die Oppositionsparteien bleiben jedoch kritisch. Ina Latendorf von der Linken lehnte die Erhöhung für 2026 kategorisch ab.

Die AfD lehnt die automatische Anpassungsregel seit Langem ab. Bernd Baumann forderte ihre Abschaffung und argumentierte, die Bezüge der Abgeordneten dürften nicht ohne direkte Zustimmung steigen. Die regierende Union aus CDU und CSU hingegen hält am bestehenden System fest und betont, es sei fair und sachlich begründet.

Die Gehaltsanpassung tritt 2026 in Kraft und erhöht die monatlichen Bezüge um etwa 500 Euro. Während CDU, SPD und Grüne den automatischen Prozess verteidigen, fordern AfD und Linke Änderungen. Die Diskussion zeigt die anhaltenden Differenzen darüber, wie die Vergütung von Abgeordneten geregelt werden sollte.

Quelle