13 March 2026, 08:06

Bundesweiter Apotheken-Protest: Warum am 23. März 2026 alles stillsteht

Eine große Gruppe von Menschen sitzt in einem Flughafen, einige mit Taschen und Papieren, andere stehen, mit Schildern, Puppen in Kleidern und Deckenlichter im Hintergrund, was auf eine Demonstration hindeutet.

Bundesweiter Apotheken-Protest: Warum am 23. März 2026 alles stillsteht

Tausende Apotheken in ganz Deutschland werden am 23. März 2026 geschlossen bleiben – als Teil eines bundesweiten Protests. Apothekenbesitzer und Berufsverbände fordern höhere Vergütungen, bessere Arbeitsbedingungen sowie die Ablehnung neuer Gesetze, die den Betrieb von Apotheken grundlegend verändern könnten.

Die Aktion richtet sich gegen Politiker, die versprochene Erhöhungen der Gebühren nicht umgesetzt haben und unter deren Politik sich die Rahmenbedingungen für Apotheken weiter verschlechtern. Die Organisatoren verlangen eine sofortige Anhebung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro pro Rezept sowie jährliche Anpassungen. Zudem fordern sie wirtschaftliche Unterstützung, um weitere Schließungen zu verhindern, und lehnen Pläne im Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) ab, die vorsehen, Apotheken zeitweise ohne anwesenden Apotheker zu betreiben.

In Berlin, Hannover, München und Düsseldorf werden Kundgebungen stattfinden. Jede Apothekenleitung entscheidet selbst, ob sie sich beteiligt – Mitarbeiter können nicht zum Mitmachen gezwungen werden. Die Beschäftigten müssen für den Tag dennoch bezahlt werden, und Vorgesetzte dürfen ihnen die ausgefallenen Stunden nicht nachträglich als Nacharbeit aufbürden. Allerdings können Arbeitgeber Aufgaben verteilen, die auch bei geschlossener Apotheke erledigt werden können.

Trotz der Schließungen bleibt die Patientenversorgung über Notdienstapotheken gesichert. Bei der Aktion handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um eine konzertierte Maßnahme von Apothekeninhabern und Standesvertretungen, um politische Veränderungen durchzusetzen.

Ziel des Protests ist es, Druck auf die Abgeordneten auszuüben, damit diese die Vergütungen erhöhen und die Zukunftsfähigkeit der Apotheken stärken. Die Beschäftigten behalten ihren Lohn und ihre Rechte, während Patienten weiterhin Zugang zu dringend benötigten Medikamenten haben. Das Ergebnis der Aktion könnte künftige Regulierungen und die Finanzierung des Sektors maßgeblich beeinflussen.

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