19 March 2026, 10:06

CDU/CSU fordern höhere Kilometersätze für Dienstfahrten wegen explodierender Spritpreise

Demonstranten mit einem Banner mit der Aufschrift 'Kein Grund zur Feier' gegen deutsche Sparmaßnahmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Gewerkschaftsfraktion fordert höhere Kilometergeldzuschläge aufgrund höherer Kraftstoffpreise - CDU/CSU fordern höhere Kilometersätze für Dienstfahrten wegen explodierender Spritpreise

Die Arbeitnehmerflügel von CDU und CSU drängen auf eine Erhöhung des steuerfreien Kilometersatzes für dienstliche Autofahrten. Derzeit liegt dieser bei 30 Cent pro Kilometer, doch die geplante Anhebung auf 38 Cent soll den kürzlich erhöhten Pendlerpauschale angleichen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Spritpreise im Land weiter stark steigen.

Seit 2021 ist die steuerfreie Erstattung für Dienstfahrten mit dem Privatwagen bei 30 Cent pro Kilometer eingefroren. Die Pendlerpauschale für den täglichen Arbeitsweg stieg hingegen 2024 auf 38 Cent. Die Arbeitnehmervertreter argumentieren, dass eine Angleichung beider Sätze die finanzielle Belastung der Beschäftigten verringern würde – besonders angesichts der explodierenden Spritkosten.

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Rund 27 Prozent aller Dienstreisen in Deutschland werden mit dem Privatwagen zurückgelegt. Doch Arbeitnehmer erhalten nur 30 Cent pro Kilometer erstattet – deutlich weniger als in Ländern wie Belgien (bis zu 42,85 Cent) oder den USA (etwa 62 Cent). Der Vorschlag sieht entweder eine Änderung des Bundesreisekostengesetzes vor oder die Übernahme des höheren Pendlersatzes in die bestehende Regelung.

Neben der Satzanpassung schlagen die Arbeitnehmerflügel zudem ein steuerfreies Mobilitätszuschuss vor. Dieses tarifvertragliche Instrument soll Beschäftigte mit hohen Fahrtkosten entlasten und könnte von Arbeitgebern mit minimalem bürokratischem Aufwand umgesetzt werden.

Der Bundestag wird in Kürze über einen umfassenderen Gesetzentwurf beraten, der die Spritpreisentwicklung in den Griff bekommen soll. Zur Diskussion stehen unter anderem eine Beschränkung der Preisanpassungen auf einmal täglich mittags sowie verschärfte Kartellregeln gegen marktbeherrschende Mineralölkonzerne. Der Konflikt im Nahen Osten hat die globalen Ölpreise in die Höhe getrieben und trifft deutsche Autofahrer besonders hart.

Falls die Pläne angenommen werden, würde der Kilometersatz für Dienstfahrten von 30 auf 38 Cent steigen. Der Mobilitätszuschuss soll zusätzliche Entlastung für Arbeitnehmer mit hohen Fahrtkosten bieten. Die anstehende Bundestagsdebatte wird zeigen, ob diese Maßnahmen zusammen mit strengeren Regulierungen des Spritmarktes vorankommen.

Quelle