26 March 2026, 02:03

Channel21 meldet Insolvenz an – das Ende einer Teleshopping-Ära

Liniengraph, der die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Channel21 meldet Insolvenz an – das Ende einer Teleshopping-Ära

Teleshopping-Sender Channel21 meldet Insolvenz an

Nach Jahren rückläufiger Zuschauerzahlen hat der deutsche Teleshopping-Sender Channel21 Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen, das 2001 als RTL Shop startete, steht nun vor vorläufigen Insolvenzverfahren am Amtsgericht Hannover. Eine Rechtsanwältin wurde beauftragt, den Prozess zu begleiten und die Zukunft des Senders zu prüfen.

Das Amtsgericht Hannover leitete am 25. März 2026 vorläufige Insolvenzverfahren gegen die Channel21 GmbH ein. Die Rechtsanwältin Dr. Stefanie Zulauf wurde zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt, um zu bewerten, ob das Unternehmen fortgeführt oder umstrukturiert werden muss. Sämtliche wichtigen Entscheidungen des Senders bedürfen nun ihrer Zustimmung.

Der Niedergang des linearen Fernsehens und die wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel haben Channel21 schwer getroffen. Seit dem Start im Jahr 2001 hat sich der Teleshopping-Markt zunehmend verschlechtert – mit sinkenden Zuschauerzahlen und schwächerer Markenbekanntheit. Gläubiger wurden angewiesen, während des Verfahrens den Zahlungsanordnungen des Gerichts zu folgen.

Die Probleme von Channel21 spiegeln die Krise der gesamten Branche wider. Erst im selben Monat war der österreichische Konkurrent Mediashop GmbH mit Schulden in Höhe von 45 Millionen Euro zusammgebrochen. Ein Gericht in Wiener Neustadt ordnete die Schließung an, nachdem Umstrukturierungsversuche gescheitert waren und sich das Konsumverhalten hin zum Online-Shopping verlagert hatte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nun muss die Insolvenzverwalterin klären, ob Channel21 unter neuen Bedingungen überleben kann. Die Zukunft hängt davon ab, ob eine Restrukturierung in einem von digitalen Alternativen dominierten Markt möglich ist. Gläubiger und Mitarbeiter warten auf weitere Entscheidungen des Gerichts.

Quelle