Continental zahlt 43,7 Millionen Euro im Diesel-Skandal an Ex-Vorstände
Jonas HoffmannContinental zahlt 43,7 Millionen Euro im Diesel-Skandal an Ex-Vorstände
Continental einigt sich mit sechs Ex-Vorständen auf 43,7 Millionen Euro im Diesel-Skandal
Continental hat sich mit sechs ehemaligen Vorstandsmitgliedern auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 43,7 Millionen Euro geeinigt, um deren Verstrickung in den VW-Abgasskandal von 2015 beizulegen. Die Summe wird über die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung des Konzerns abgedeckt und soll im April 2026 von den Aktionären abgesegnet werden. Die betroffenen Manager müssen keine privaten Mittel beisteuern.
Der Fall reicht bis ins Jahr 2015 zurück, als Continental Motorsteuergeräte lieferte, die illegale Abschalteinrichtungen enthielten – eine zentrale Komponente des Diesel-Skandals. 2024 hatte das Unternehmen bereits eine Strafe von 100 Millionen Euro akzeptiert, die von der Staatsanwaltschaft Hannover verhängt worden war. Hinzu kamen Kosten für interne Ermittlungen sowie Zahlungen des ehemaligen Tochterunternehmens Vitesco (heute Schaeffler), sodass sich die Gesamtbelastung für Continental auf rund 300 Millionen Euro summiert.
Die nun vereinbarte Vergleichssumme deckt sämtliche Ansprüche gegen aktuelle und ehemalige Führungskräfte ab, denen Fehlverhalten vorgeworfen wird. Zu den Beteiligten zählen die Ex-Vorstandsvorsitzenden Elmar Degenhart, Karl-Thomas Neumann und Manfred Wennemer. Die 43,7 Millionen Euro stammen vollständig aus Continental-D&-O-Haftpflichtpolice, wobei die Hälfte des Betrags an Schaeffler fließt. Ziel der Einigung ist es, alle ausstehenden Forderungen zu bereinigen, ohne dass die Manager weitere finanzielle Nachteile tragen müssen.
Die Aktionäre werden auf der Hauptversammlung am 30. April 2026 über den Vergleich abstimmen. Das Unternehmen präsentiert die Vereinbarung als notwendigen Schritt, um die Interessen von Continental und seinen Anteilseignern zu wahren. Bei Zustimmung würde sich die Gesamtbelastung durch den Diesel-Skandal auf etwa 300 Millionen Euro belaufen. Der Deal sichert zu, dass keine weiteren privaten Vermögenswerte der Führungskräfte belastet werden, während die Versicherung die volle Summe übernimmt. Die Abstimmung 2026 entscheidet über das weitere Vorgehen.






