Finanzminister will nicht zu früh über Sparmaßnahmen sprechen - Daniel Keller wird Brandenburgs neuer Finanzminister in der Krise
Daniel Keller ist offiziell Brandenburgs neuer Finanzminister – und übernimmt das Amt in einer Phase massiver Haushaltsbelastung. Das Land steht vor Milliardendefiziten, die sofortiges Handeln beim Ausgabenmanagement erfordern. Seine erste Aufgabe wird es sein, die Haushalte zu prüfen und den Anstieg der Staatsausgaben zu bremsen.
Keller wechselt ins Finanzressort, nachdem er zuvor als Wirtschaftsminister Brandenburgs und Fraktionsvorsitzender der SPD tätig war. Sein mathematischer Hintergrund, so betont er, werde ihm helfen, die finanziellen Herausforderungen des Landes zu meistern.
Die SPD/CDU-Koalition hat bereits weitreichende Kürzungen beschlossen, um die Personalkosten bis 2028 um fünf Prozent zu senken. Tausende Stellen in nicht-kernverwaltenden Bereichen sollen gestrichen werden, während Polizei, Gerichte, Schulen und Finanzämter verschont bleiben. Zudem gelten künftig strengere Regeln für die Besetzung von Posten sowie Leistungen an Drittmittelbeschäftigte, die vom Land finanziert werden.
Konkrete Zahlen zu den Stellenabbauplänen liegen noch nicht vor. Die genauen Kürzungsmaßnahmen werden erst im Haushalt 2027–2028 festgeschrieben. Derzeit konzentriert sich Keller darauf, das Ausgabenwachstum zu begrenzen und weitere Einsparungen zu identifizieren.
Der neue Finanzminister steht nun vor der Aufgabe, tiefgreifende Sparmaßnahmen umzusetzen. Die Kürzungen sollen die Finanzen Brandenburgs in den kommenden Jahren stabilisieren. Die endgültigen Haushaltsbeschlüsse fallen 2027 – doch bereits jetzt laufen Stellenstreichungen und Kostendrosselungen an.






