Dermapharm kauft eigene Aktien zurück – soll der Kurs endlich steigen?
Marie RichterDermapharm kauft eigene Aktien zurück – soll der Kurs endlich steigen?
Dermapharm startet Aktienrückkaufprogramm zur Stabilisierung des Kurses
Der deutsche Pharmakonzern Dermapharm hat ein Aktienrückkaufprogramm gestartet, um den Kurs seiner Aktie zu stützen. Der Schritt erfolgt nach Jahren der Stagnation, obwohl das Unternehmen durch Übernahmen stark gewachsen ist. Aktionäre reagierten mit dem Angebot von fast 4,8 Millionen Aktien zur Rücknahme.
Das Unternehmen ging 2018 an die Börse, wobei Gründer Wilhelm Beier knapp 80 Prozent der Anteile behielt. Auf dem Höhepunkt der Pandemie kletterte die Aktie auf bis zu 90 Euro, angetrieben durch Dermapharms Rolle bei der Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Seither bewegt sich der Kurs jedoch weitgehend seitwärts.
Zu Dermapharms Expansionskurs zählen große Übernahmen wie Strathmann, Allergopharma, Arkopharma, C3 und Mucos. Zur Gruppe gehören zudem Anton Hübner, Euromed sowie eine Beteiligung an Wellster Healthtech. Trotz des Wachstums belasten jüngste Probleme bei der Reimport-Tochter Axicorp das Unternehmen zusätzlich.
Um das Vertrauen der Anleger zu stärken, kündigte das Unternehmen den Rückkauf von bis zu 4,3 Millionen Aktien an – fast 8 Prozent des Grundkapitals. Den Aktionären wurden 42 Euro pro Aktie geboten, ein Aufschlag von 10 Prozent auf den Kurs zum Stichtag. Da rund 4,8 Millionen Aktien angeboten wurden, erfolgt die Rücknahme anteilsmäßig.
Ziel des Rückkaufs ist es, den Aktienkurs von Dermapharm nach drei Jahren mit kaum Bewegung zu stützen. Durch die Rücknahme von fast 8 Prozent der eigenen Anteile signalisiert das Unternehmen Zuversicht in seine langfristige Strategie. Die teilnehmenden Aktionäre erhalten 42 Euro pro Aktie – ein Premium gegenüber den jüngsten Handelspreisen.






