25 April 2026, 14:07

EEG-Auslauf 2026: 32 Milliarden Euro für grüne Energie in Gefahr

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

EEG-Auslauf 2026: 32 Milliarden Euro für grüne Energie in Gefahr

Deutschlands Erneuerbare-Energien-Branche steht vor Unsicherheit, da das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2026 ausläuft. Landesminister drängen nun auf klarere politische Weichenstellungen, um künftige Investitionen zu sichern. Sie warnen, dass ohne Handeln 32 Milliarden Euro für grüne Energien, Netze und Speicher verloren gehen könnten.

Christian Meyer, Energieminister von Niedersachsen, fordert eine "Netz-Turbo"-Initiative*, die Netzbetreiber gesetzlich verpflichten würde, ihre Netze auszubauen – bei gleichzeitiger finanzieller Unterstützung. Er betonte, wie entscheidend langfristige Planung für Solar-, Wind- und Biomasseprojekte sei, und verwies darauf, dass der Ausbau der Erneuerbaren bereits bundesweit die Stromkosten gesenkt habe.

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Ein von den Landesministern in Auftrag gegebener Expertenbericht unterstreicht die Notwendigkeit, Subventionen auch über 2026 hinaus fortzuführen. Tobias Goldschmidt, Energiewendeminister von Schleswig-Holstein, unterstützte diese Forderung und bestand auf klare Regelungen nach dem EEG-Auslauf. Niedersachsen hat unterdessen Fortschritte gemacht: Die durchschnittliche Genehmigungsdauer für Windräder wurde auf 10,6 Monate verkürzt.

Kritik gibt es an den Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche. Die Minister werfen ihr vor, mit ihren Vorhaben für neue Gaskraftwerke und verzögerte Netzausbauten kleinere Projektentwickler zu benachteiligen. Sie warnen, dass die aktuellen Reformen zentrale Vorhaben ohne Finanzierung oder rechtliche Absicherung zurücklassen könnten.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Sicherung von Investitionen und ein fairer Zugang für alle Akteure. Ohne verlängerte Förderungen oder Netzmodernisierungen fürchten die Minister Verzögerungen bei der Energiewende. Die Entscheidung wird darüber entscheiden, ob die 32 Milliarden Euro für grüne Energieprojekte fließen – oder ins Stocken geraten.

Quelle