Eltern im Landkreis Northeim schlagen Alarm: Chaos an Grundschulen und fehlende Sprachförderung
Jonas HoffmannNormaler Unterricht kaum möglich? Kritik an der Regierung - Eltern im Landkreis Northeim schlagen Alarm: Chaos an Grundschulen und fehlende Sprachförderung
Eltern im Landkreis Northeim äußern schwere Bedenken über Zustände an Grundschulen
Eltern im Landkreis Northeim haben ernste Sorgen über die Bedingungen an örtlichen Grundschulen geäußert. Sie beschreiben den Unterricht als kaum noch bewältigbar, mit zunehmenden Verhaltensproblemen und mangelnder Unterstützung für Kinder mit geringen Deutschkenntnissen. Das Kultusministerium hat reagiert und Personalengpässe eingeräumt, betont aber gleichzeitig laufende Bemühungen, die Probleme zu lösen.
Viele Eltern berichten, dass die Klassenzimmer in Northeim mit störendem Verhalten zu kämpfen hätten – von Streitigkeiten und Mobbing bis hin zu Sachbeschädigungen. Zudem verweisen sie auf die Herausforderungen bei der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund, die kaum oder kein Deutsch sprechen. Diese Missstände haben zu Forderungen nach mehr Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und individueller Betreuung geführt.
Das Kultusministerium gibt zu, dass es an qualifiziertem Personal mangelt, insbesondere an Förderlehrkräften. Gleichzeitig heißt es, das Prinzip des Teamteachings – bei dem zwei Pädagog:innen gemeinsam eine Klasse unterrichten – sei bereits flächendeckend an allen Grundschulen des Landkreises eingeführt. Die Behörden weisen darauf hin, dass einige der genannten Probleme durch bestehende Maßnahmen angegangen werden.
Eine dieser Maßnahmen ist das Startchancen-Programm, das Schulen mit einem hohen Anteil an Schüler:innen mit geringen Deutschkenntnissen zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt. Die Auswahl der geförderten Einrichtungen erfolgt nach Kriterien, die in der Bund-Länder-Vereinbarung für den Zeitraum 2024–2034 festgelegt sind. Das Ministerium für Schule und Bildung legt die teilnehmenden Schulen fest; eine vollständige Liste ist auf der offiziellen Website einsehbar.
Obwohl das Ministerium den Bedarf an verbesserten Ressourcen anerkennt, wurden bisher keine konkreten Pläne für zusätzliche Personalstellen oder Finanzmittel bekannt gegeben. Die Eltern setzen sich weiterhin für mehr Unterstützung ein, um die Belastung für Lehrkräfte und Schüler:innen zu verringern. Die Lage bleibt unter Beobachtung, während die Verantwortlichen die Wirksamkeit der aktuellen Programme bewerten.