Eltern kämpfen um bilingualen Italienisch-Unterricht in Wolfsburgs Da-Vinci-Schule
Hannah SchneiderEltern kämpfen um bilingualen Italienisch-Unterricht in Wolfsburgs Da-Vinci-Schule
Eine Online-Petition mit über 550 Unterschriften wendet sich gegen Pläne, den bilingualen Italienisch-Unterricht an der Wolfsburgener Leonardo-da-Vinci-Schule einzuschränken. Die Stadtverwaltung und Schulbehörden sehen sich mit Forderungen konfrontiert, ihre Entscheidung vor Beginn des nächsten Schuljahres zurückzunehmen.
Die Grund- und Oberschule Leonardo da Vinci bietet derzeit ein zweisprachiges Deutsch-Italienisch-Programm an. Doch nach dem aktuellen Schulentwicklungsplan soll ab dem kommenden Jahr nur noch eine bilingual unterrichtete Klasse bestehen bleiben – ein Zug, der als einziger in Wolfsburg unter 70 Prozent Auslastung liegt.
In der Petition wird argumentiert, dass der Erhalt von zwei italienisch-bilingualen Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe unverzichtbar sei. Die Unterstützer fordern, diese Klassen für das Schuljahr 2026/27 und darüber hinaus zu erhalten. Sie verweisen auf die nachgewiesenen Vorteile frühkindlicher zweisprachiger Bildung.
Die Verbindungen Wolfsburgs zu Italien reichen bis in die 1960er Jahre zurück, als italienische Arbeitsmigranten in der Stadt sesshaft wurden. Seither haben sich rund 60.000 Italiener dort niedergelassen und das kulturelle Gesicht der Stadt geprägt. Die Petition betont, wie wichtig es ist, diese sprachliche und historische Verbindung zu bewahren.
Nun müssen die Schulbehörden der Stadt die Forderungen der Petition prüfen. Bei Erfolg könnten ab der fünften Klasse weiterhin zwei italienisch-bilinguale Züge bestehen bleiben. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Programm in seinem bisherigen Umfang fortgeführt oder weiter reduziert wird.






