05 June 2026, 17:57

EU-Haushalt 2028–2034: 2 Billionen Euro sorgen für Streit zwischen Nettozahlern und Empfängern

EU-Haushalt: Deutschlands Beitr├Ąge k├änten um 80 Prozent steigen, warnt belgischer PM vor 'schwindelerregender' Rechnung

EU-Haushalt 2028–2034: 2 Billionen Euro sorgen für Streit zwischen Nettozahlern und Empfängern

Die Europäische Kommission hat einen Haushaltsplan in Höhe von 2 Billionen Euro für den Zeitraum 2028–2034 vorgelegt. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber dem aktuellen Rahmen von 1,2 Billionen Euro dar, der sich auf 2 Billionen erhöht, wenn man die Wiederaufbaufonds mit einbezieht. Doch wichtige Nettozahler, angeführt von Deutschland, lehnen die geplante Erhöhung ab.

Sechzehn EU-Mitgliedstaaten, darunter Polen, Italien, Spanien und Portugal, fordern ein größeres langfristiges Budget. Ihre Initiative unterstützt die Forderung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach über 2 Billionen Euro im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR). Die Kommission plant, die Einnahmen durch neue EU-weite Steuern zu erhöhen, etwa durch Abgaben auf Umweltmaßnahmen und Tabakprodukte.

Deutschland, der größte Nettozahler der EU, leistet derzeit zwischen 19 und 25 Milliarden Euro mehr, als es zurückerhält. Thomas Ossowski, Deutschlands Ständiger Vertreter bei der EU, warnte, der neue Plan würde zu einem „enormen Anstieg“ der Zahlungen seines Landes führen. Da Berlin bereits über 100 Milliarden Euro für die Verteidigung bereitstellt, argumentieren Beamte, es gebe kaum Spielraum für höhere EU-Transfers.

Auch Belgien könnte unter den Vorschlägen der Kommission einen Anstieg seiner jährlichen Beiträge um bis zu 2,5 Milliarden Euro verzeichnen. Der Widerstand der Nettozahler deutet auf zähe Verhandlungen für den Haushalt 2028–2034 hin.

Der Vorschlag der Kommission über 2 Billionen Euro stößt bei Ländern, die mehr in den EU-Haushalt einzahlen, als sie zurückerhalten, auf starken Widerstand. Deutschlands finanzielle Zwänge und der erwartete Anstieg der belgischen Beiträge unterstreichen die bevorstehenden Herausforderungen. Die Diskussionen über den nächsten MFR werden voraussichtlich kontrovers verlaufen, da die Mitgliedstaaten Prioritäten und Kosten gegeneinander abwägen.

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