03 May 2026, 20:03

Fachkräftemangel: Warum internationale Studierende Deutschlands Wirtschaft retten könnten

Ein Plakat mit einer Karte der Vereinigten Staaten, auf der verschiedene Arten der unterstützten Bevölkerungsmigration hervorgehoben sind, mit begleitendem erklärendem Text.

Fachkräftemangel: Warum internationale Studierende Deutschlands Wirtschaft retten könnten

Deutschland droht ein Jahrzehnt wirtschaftlicher Stagnation – ohne genug Fachkräfte Die Anwerbung internationaler Studierender könnte helfen, die Lücke zu schließen. Eine neue Studie zeigt: Diese Studierenden bringen Milliarden an wirtschaftlichem Nutzen, während sie die Steuerzahler weit weniger kosten als angenommen.

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Während die meisten europäischen Länder von internationalen Studierenden besondere Gebühren erheben, bleiben Deutschlands öffentliche Hochschulen weitgehend gebührenfrei. Ausnahmen gibt es für Zweitstudiengänge und Nicht-EU-Studierende in einigen Bundesländern. Nun hat Sachsen einen Gesetzentwurf vorgelegt, der jährliche Studiengebühren von 1.500 Euro für ausländische Studierende vorsieht – mit einer Rückzahlungsoption, die an spätere Einkommen geknüpft ist.

Internationale Studierende leisten bereits heute einen erheblichen Beitrag zur deutschen Wirtschaft. 2022 betrug ihr Netto-Überschuss für die öffentlichen Haushalte 7,36 Milliarden Euro. Jede Kohorte von 1.000 Erstsemestern generiert Schätzungen zufolge über 44 Jahre hinweg rund 620 Millionen Euro an Wirtschaftsleistung. Zwar übernehmen deutsche Steuerzahler jährlich etwa 11.000 Euro pro Studierenden, doch die langfristigen finanziellen Vorteile überwiegen die Kosten bei Weitem.

Fachleute argumentieren, dass eine stärkere Öffnung der Hochschulen für ausländische Studierende den Fachkräftemangel lindern würde. Bei einer jährlichen Nettozuwanderung von 400.000 Menschen bis 2035 könnte sich der deutsche Arbeitsmarkt stabilisieren. Höhere Staatseinnahmen und ein kontinuierlicher Nachschub an qualifizierten Fachkräften würden folgen – und die wirtschaftlichen Risiken verringern.

Die wirtschaftliche Argumentation für internationale Studierende ist klar: Sie bringen Milliarden in die Kassen und helfen, die Arbeitsmarktkrise zu bewältigen. Ohne sie könnte das Land Mühe haben, das Wachstum aufrechtzuerhalten und eine längere Phase des wirtschaftlichen Abschwungs zu vermeiden.

Quelle