Fawks University lehnt Bewerber ab – KI-Aufsätze und Football-Stundenpläne schuld?
Marie RichterFawks University lehnt Bewerber ab – KI-Aufsätze und Football-Stundenpläne schuld?
Die Fawks University hat den Antrag eines Studenten für ihren Hauptcampus abgelehnt. Die Entscheidung fällt nach einem äußerst kompetitiven Zulassungsverfahren, bei dem nur ein Bruchteil der Bewerbungen überhaupt geprüft wurde. Als mögliche Gründe für die Absage nannten die Verantwortlichen unter anderem Terminüberschneidungen und durch KI generierte Aufsätze.
In diesem Jahr konnten die Zulassungsberater lediglich 25.000 der insgesamt 62.000 eingereichten Bewerbungen begutachten. Zeitmangel führte dazu, dass viele Unterlagen unberücksichtigt blieben – was die Enttäuschung der abgelehnten Bewerber zusätzlich verstärkte.
Die Universität informiert Eltern nun direkt über die Entscheidungen und kehrt damit eine frühere Praxis um. Diese Änderung erfolgte nach Beschwerden von Familien, die mit den bisherigen Kommunikationslücken unzufrieden waren. Einem Bewerber, der sich gar nicht beworben hatte, wurde stattdessen ein Platz am Campus in Johnstown angeboten.
Ein weiteres Problem ergab sich, als das KI-System der Universität einen Aufsatz als potenziell maschinell verfasst einstuft. Diese Bewertung könnte zur Ablehnung beigetragen haben. Zudem waren im College of Business keine Plätze mehr verfügbar, da die Stundenplanung der Football-Mannschaft Vorrang hatte.
Fawks garantiert zudem jedem Ort im Bundesstaat einen Studienplatz pro Jahrgang. In diesem Fall erhielt stattdessen ein anderer Bewerber aus derselben Stadt den Zuschlag – ein vielseitiger Musiker mit besseren schulischen Leistungen. Der Campus in London bleibt zwar eine Option, doch die jährlichen Kosten von 250.000 Dollar (ohne Unterkunft und Verpflegung) machen ihn für viele unerschwinglich.
Erst kürzlich sicherte eine Spende im siebenstelligen Bereich einem anderen Studenten die Zulassung am Campus in Oakland – inklusive eines kostenfreien ersten Semesters. Die Universitätsleitung räumte die Enttäuschung derer ein, die es nicht in die "Fightin' Irish"-Absolventenklasse 2030 geschafft haben.
Dem abgelehnten Studenten bleiben nur begrenzte Alternativen: Entweder der Campus in Johnstown oder der teure Standort in London. Die Universität nannte 11 mögliche Gründe für die Entscheidung, bietet jedoch kein weiteres Widerspruchsverfahren an. Vorerst muss der Bewerber sich nach anderen Optionen außerhalb des Hauptcampus umsehen.






