FDP in Bergisch Gladbach fordert radikale Personalreform statt Koalitionsstreit
Marie RichterFDP in Bergisch Gladbach fordert radikale Personalreform statt Koalitionsstreit
FDP in Bergisch Gladbach fordert dringende Reformen der Personalpolitik
Die FDP in Bergisch Gladbach hat dringende Änderungen bei der Personalführung der Stadt gefordert. Angesichts einer schrumpfenden erwerbsfähigen Bevölkerung und steigendem Finanzdruck wirft die Partei den aktuellen Debatten über politische Bündnisse vor, wertvolle Zeit zu verschwenden. Stattdessen pocht sie auf sofortige Maßnahmen, um die Stadtstrukturen zu modernisieren.
Der Vorstoß der FDP erfolgt vor dem Hintergrund eines jährlichen Haushaltsdefizits von rund 50 Millionen Euro, das bis 2030 erwartet wird. Die Partei verweist darauf, dass zwar die Zahl der Stellen in der Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren um 40 Prozent gestiegen sei, gleichzeitig aber über 100 Positionen unbesetzt blieben. Die geplante Obergrenze für Personalkosten bewerten sie nicht als Sparmaßnahme, sondern als notwendigen Schritt, um sich an die abnehmende Zahl erwerbstätiger Einwohner anzupassen.
Dr. Alexander Engel, FDP-Stadtrat, wirft der linken Opposition vor, sowohl konservative als auch liberale Vorschläge zu blockieren. Er warnt, dass politische Grabenkämpfe Fortschritte bei den eigentlichen Problemen verhinderten. Dorothee Wasmuth, ebenfalls FDP-Mitglied, pflichtet ihm bei und betont, dass die Diskussionen sich auf Lösungen konzentrieren müssten – statt auf Koalitionsstreitigkeiten.
Die FDP hat nun den Oberbürgermeister aufgefordert, Entscheidungen zügig umzusetzen und weitere Verzögerungen zu vermeiden. Die anhaltende "Brandmauer"-Debatte, bei der Parteien jede Zusammenarbeit verweigerten, lenke nur von den drängenden finanziellen und personellen Herausforderungen der Stadt ab, so die Kritik.
Mit ihren Vorschlägen will die FDP sowohl die Haushaltslücken als auch den Personalmangel in Bergisch Gladbach angehen. Der Appell zur Modernisierung kommt zu einer Zeit, in der die Stadt mit vakanten Stellen und einem prognostizierten jährlichen Defizit von 50 Millionen Euro kämpft. Die Partei besteht darauf, dass politische Machtkämpfe dringend notwendige Reformen nicht ausbremsen dürfen.






