16 March 2026, 04:03

Fußball-WM 2026: Sachsen-Anhalt verzichtet auf große Public-Viewing-Events

Eine große Menschenmenge sitzt in einem Stadion und schaut ein Fußballspiel, mit einer Bühne auf der rechten Seite, Fahnen, Stangen und einem Bildschirm im Hintergrund, unter einem sichtbaren Himmel, im Allianz Stadion in München, Deutschland.

Keine Fanmeilen geplant für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Sachsen-Anhalt - Fußball-WM 2026: Sachsen-Anhalt verzichtet auf große Public-Viewing-Events

Fußball-WM 2026 startet im Juni – in Sachsen-Anhalt kaum öffentliche Großleinwände geplant

Im Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, doch Fans in Sachsen-Anhalt werden nur wenige Möglichkeiten haben, die Spiele auf großen öffentlichen Leinwänden zu verfolgen. Die meisten Städte des Bundeslandes haben große Public-Viewing-Events ausgeschlossen – übrig bleiben vor allem Bars und kleinere Locations, um das Turnier zu schauen. Unterdessen arbeitet die Bundesregierung an neuen Regelungen, die Kommunen mehr Spielraum bei der Lärmbewältigung während später Spiele geben sollen.

Die WM 2026 findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Da viele Partien in Deutschland spätabends oder nachts beginnen, gibt es Bedenken wegen Lärmbelästigung durch öffentliche Zusammenkünfte.

Keine Fanmeilen in Sachsen-Anhalts Großstädten Die zehn größten Städte Sachsen-Anhalts planen weder offizielle Fanmeilen noch großflächige Public-Viewing-Veranstaltungen. Wie Halle (Saale), Magdeburg, Lutherstadt Wittenberg und andere Gemeinden bestätigten, liegen bisher keine Anträge für solche Events vor. Gastronomiebetriebe in Magdeburg dürfen zwar Spiele in Biergärten oder auf Außenterassen übertragen – dafür sind jedoch keine Sondergenehmigungen nötig.

In Lutherstadt Wittenberg werden voraussichtlich kleinere Locations wie Kneipen und Hotels die Übertragungen zeigen, große öffentliche Veranstaltungen sind jedoch nicht vorgesehen. Zwar haben private Veranstalter nach möglichen Leinwand-Aktionen gefragt, offizielle Anträge wurden aber nicht eingereicht. Auch in Städten wie Dessau-Roßlau, Weißenfels, Halberstadt und Merseburg sind keine Public-Viewing-Events geplant.

Bundesregierung will Lärmregeln lockern Um die Lärmproblematik zu entschärfen, arbeitet das Bundesumweltministerium an einer vorübergehenden Verordnung. Diese soll Kommunen ermöglichen, Ausnahmen für spätabendliche Veranstaltungen zu genehmigen. Bevor die Regelung in Kraft tritt, muss sie jedoch noch von der Bundesregierung und dem Bundesrat abgesegnet werden.

Da in Sachsen-Anhalt keine großen Public-Viewing-Veranstaltungen anstehen, bleiben Fans auf Kneipen, Restaurants und private Treffen angewiesen, um die WM 2026 zu verfolgen. Sollte die geplante Lärmverordnung verabschiedet werden, hätten Städte mehr Handlungsspielraum bei nächtlichen Übertragungen. Bis dahin sind kleinere Locations die erste Anlaufstelle für Fußballfans in der Region.

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