Gehälter von Top-Managern steigen um 11 Prozent – während Normalverdiener kaum mehr verdienen
Anna SchmittGehälter von Top-Managern steigen um 11 Prozent – während Normalverdiener kaum mehr verdienen
Die globale Ungleichheit hat sich 2025 weiter verschärft: Während die Gehälter von Führungskräften stark gestiegen sind, stagnieren die Einkommen der Durchschnittsverdiener. Ein neuer Bericht zeigt einen deutlichen Anstieg der Spitzenverdiener-Gehalter um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – gleichzeitig warnen Experten, dass Millionen weitere Menschen aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrisen in Armut abrutschen könnten.
Die Einkommenskluft zwischen Top-Managern und der globalen Belegschaft hat sich dramatisch vergrößert. Die 1.500 bestbezahlten Konzernchefs verdienten 2025 im Schnitt 8,4 Millionen US-Dollar – ein Plus von 11 Prozent gegenüber 2024 und ein atemberaubender Anstieg um 54 Prozent seit 2019.
Dagegen lag das durchschnittliche Arbeitnehmereinkommen 2025 bei nur 17.156 US-Dollar, was einem minimalen Anstieg von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Vergleich zu 2019 ist dieser Wert sogar um 12 Prozent gesunken.
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) schlägt Alarm angesichts der sich zuspitzenden Lage. Es schätzt, dass aufgrund der Golfkrise weitere 32 Millionen Menschen in Armut geraten könnten. Auch die Fortschritte bei der Bekämpfung der Arbeitsarmut sind ins Stocken geraten: Die jährliche Rückgangsrate sank von 6 Prozent vor 2020 auf nur noch 3 Prozent seither.
Als Reaktion fordert die Organisation Oxfam die Regierungen zum Handeln auf. Sie verlangt verbindliche Zeitpläne mit konkreten Zielen und regelmäßigen Überprüfungen, um die Ungleichheit zu verringern. Zudem empfiehlt Oxfam höhere Steuern für Superreiche, strengere Regeln für Lobbyismus von Konzernen sowie schärfere Kontrollen bei der Finanzierung politischer Kampagnen durch Vermögende.
Die Daten offenbaren eine sich vertiefende Kluft zwischen Spitzenverdienern und einfachen Arbeitnehmern. Angesichts stark steigender Managergehälter und kaum wachsender Durchschnittslöhne wächst der Druck auf die Politik, das Ungleichgewicht zu bekämpfen. Oxfams Vorschläge zielen darauf ab, die Ungleichheit durch gezielte Reformen und eine strengere Regulierung der Vermögenskonzentration einzudämmen.






