Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindliche Figur karikiert zu haben
Jonas HoffmannGraham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transfeindliche Figur karikiert zu haben
Der Comedy-Autor Graham Linehan wirft BBC-Drehbuchautoren vor, ihn in der Arztserie Doctors in einem negativen Licht dargestellt zu haben. Er behauptet, eine Figur der Serie spiegle sein Privatleben und seine umstrittenen Ansichten wider. Die BBC wies jeden Zusammenhang zurück und bezeichnete die Figur als rein fiktiv.
Im Mittelpunkt des Streits steht Dr. Graham Elton, eine geschiedene Figur Mitte 50, die in der Serie transfeindliche Äußerungen tätigt. Wie Linehan ist der fiktive Arzt von seiner Frau getrennt und vertritt polarisierende Positionen zu Transgender-Themen. Linehan, der als Mit-Schöpfer der Kultserie Father Ted bekannt wurde, äußert sich seit Jahren öffentlich gegen Transgender-Rechte.
Seine reale Scheidung von Helen Serafinowicz im Jahr 2020 folgte auf massive öffentliche Kritik an seinen Aussagen. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder. Auch seine geplante Show beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wurde wegen seiner Haltung abgesagt, was die Kontroverse weiter anheizte.
Die BBC hat bisher nicht offiziell auf Linehans Vorwürfe reagiert. Ein Sprecher betonte jedoch, dass die Charaktere in Doctors vollständig fiktiv seien und keine realen Vorbilder hätten. Stand April 2026 wurden weder rechtliche Schritte eingeleitet noch weitere Stellungnahmen abgegeben.
Der Konflikt unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Linehan und seinen Kritikern. Die BBC hält an ihrer Position fest, dass die Figur in Doctors nicht auf ihm basiert. Bisher haben beide Seiten keine weiteren Schritte unternommen, um die Auseinandersetzung beizulegen.






