Grohnde schaltet ab: Zweite Abbaugenehmigung ebnet Weg zum Atomausstieg
Jonas HoffmannGrohnde schaltet ab: Zweite Abbaugenehmigung ebnet Weg zum Atomausstieg
Kernkraftwerk Grohnde macht weiteren großen Schritt zur vollständigen Stilllegung
Das Kernkraftwerk Grohnde hat einen weiteren entscheidenden Schritt auf dem Weg zur vollständigen Stilllegung vollzogen. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz erteilte in diesem Monat die zweite und letzte Abbaugenehmigung. Betreiber PreussenElektra hatte den Antrag bereits 2024 gestellt und damit den Weg für die kritischen Rückbauarbeiten freigemacht.
Die Anlage, die endgültig vom Netz genommen wurde, wird wie von Umweltminister Christian Meyer bestätigt nicht mehr in Betrieb gehen. Anfang April 2026 waren die letzten Brennelemente sicher aus dem Reaktorgebäude in einen Castor-Behälter umgelagert und in das Zwischenlager Grohnde überführt worden.
Die neue Genehmigung ermöglicht den Rückbau des Reaktordruckbehälters sowie des biologischen Schilds. Die Demontage der inneren Komponenten soll im Herbst 2026 beginnen. Die vollständige Stilllegung des Standorts wird voraussichtlich bis 2039 dauern.
Über den Rückbau hinaus gibt es Pläne für die zukünftige Nutzung des Geländes in Grohnde. Der Emmerthaler Energiecluster soll die Fläche in ein Zentrum für erneuerbare Energien verwandeln – mit Großspeichern für Batterien, Freiflächen-Solaranlagen und einem neuen Umspannwerk. Die erste Abbaugenehmigung war bereits im Dezember 2023 erteilt worden und hatte die ersten Schritte eingeleitet.
Mit beiden Genehmigungen in der Hand beginnen noch in diesem Jahr die schrittweise Demontage der Reaktorkernkomponenten. Die Umwandlung des Standorts in eine Infrastruktur für erneuerbare Energien markiert den Wandel von der Kernkraft zur nachhaltigen Stromerzeugung. Die vollständige Stilllegung bleibt planmäßig bis 2039 abgeschlossen.






