Grüne in Rheinland-Pfalz wählen nach Wahldebakel erstmals rein weibliche Führung
Jonas HoffmannGrüne in Rheinland-Pfalz wählen nach Wahldebakel erstmals rein weibliche Führung
Die Grünen in Rheinland-Pfalz formen nach enttäuschendem Wahlergebnis ihre Führung um
Nach einem enttäuschenden Wahlergebnis haben die Grünen in Rheinland-Pfalz ihre Führung neu aufgestellt. Mit nur 7,9 Prozent der Stimmen zieht die Partei nach 15 Jahren erstmals wieder in die Opposition ein. Ein neu gewähltes, rein weibliches Führungsteam soll sie in dieser Rolle voranbringen.
Bei der Landtagswahl verloren die Grünen 1,4 Prozentpunkte und beendeten damit ihre lange Regierungsbeteiligung. Der Stimmenverlust katapultierte sie aus der Macht – eine strategische Neuausrichtung wurde unumgänglich. Die Parteimitglieder reagierten mit der Wahl einer erstmals ausschließlich weiblichen Führung.
Katrin Eder wurde zur Vorsitzenden der Grünen-Fraktion im Mainzer Landtag bestimmt. Sie kündigte an, die Regierung aus der Opposition heraus konsequent zu fordern – mit mehr öffentlicher Präsenz und scharfen inhaltlichen Debatten.
Zudem wählte die Partei zwei neue Co-Vorsitzende für den Landesvorstand. Carolin Cloos aus Worms setzte sich mit 72,28 Prozent der Stimmen durch. An ihrer Seite sicherte sich Christin Sauer, 33-jährige Stadträtin aus Mainz, eine absolute Mehrheit. Sauer sitzt seit 2019 im Mainzer Stadtrat und leitete von 2021 bis Anfang 2025 den örtlichen Grünen-Verband.
Das neue Führungstrio steht nun vor der Aufgabe, den politischen Einfluss der Partei zurückzugewinnen. Im Fokus stehen die Kontrolle der Regierung und die Rückbindung an die Wähler:innen.
Mit einer frischen Führungsstruktur und klaren Zielen starten die Grünen in die Opposition. Während Eders Fraktion die Regierung herausfordern wird, wollen die neuen Co-Vorsitzenden die öffentliche Wahrnehmung stärken. Wie erfolgreich die Partei nach dem Wahlrückschlag wieder an Boden gewinnt, wird sich an den nächsten Schritten zeigen.






