03 April 2026, 14:03

Hagenbad verschärft Sicherheitsregeln nach tödlichen Unfällen in Schwimmbädern

Schwimmbad mit einem Stuhl in der Mitte, umgeben von Sicherheitskegeln und einem Geländer, sowie einem Schild an der Wand, das verfügbare Schwimmausrüstung anzeigt.

Hagenbad verschärft Sicherheitsregeln nach tödlichen Unfällen in Schwimmbädern

Hagenbad GmbH führt strengere Sicherheitsregeln in Schwimmbädern ein

Nach zwei tragischen Ertrinkungsunfällen hat die Hagenbad GmbH verschärfte Sicherheitsvorschriften für ihre Schwimmbäder angekündigt. Die Änderungen betreffen vor allem den Zugang von Kindern zum Westfalenbad und anderen Einrichtungen in Hagen. Zu den neuen Maßnahmen zählen Altersbeschränkungen, Aufsichtspflichten und stichprobenartige Kontrollen.

In den vergangenen zwei Jahren ertranken zwei Kinder im Nichtschwimmerbereich des Westfalenbads: Ein fünfjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Junge kamen bei getrennten Vorfällen ums Leben. Als Reaktion darauf hat die Hagenbad GmbH ein mehrstufiges Sicherheitspaket entwickelt, um weitere Tragödien zu verhindern.

Ab dem 1. April dürfen Kinder unter zehn Jahren das Westfalenbad und die Freibäder in Hagen nur noch in Begleitung einer Aufsichtsperson ab 16 Jahren betreten. Jede erwachsene Begleitperson darf dabei höchstens zwei Kinder gleichzeitig beaufsichtigen. Auch ältere Kinder unter 14 Jahren unterliegen Einschränkungen: Ohne das Bronze-Schwimmabzeichen ist ihnen der Zutritt ohne Begleitung künftig nicht mehr gestattet.

Das Unternehmen wird die Einhaltung der Regeln durch zufällige Kontrollen überwachen. Neben den strengeren Zugangsbestimmungen plant die Hagenbad GmbH Sicherheitsaktionstage, um Familien über Gefahren im Schwimmbad, den richtigen Umgang mit Schwimmhilfen und Notfallmaßnahmen aufzuklären. Zudem wird das Westfalenbad sein Kursangebot ausbauen: Es gibt 12 Wassergewöhnungskurse für Kleinkinder sowie 35 Anfängerkurse bis zum Silber-Schwimmabzeichen.

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Pressesprecherin Alicia Pieper bestätigte die neuen Maßnahmen und betonte, dass der Fokus darauf liege, Unfälle zu verhindern, ohne den Zugang zu Schwimmkursen einzuschränken. Die überarbeiteten Regeln sollen das Risiko nach den vergangenen Vorfällen verringern. Familien, die Hagener Bäder besuchen, müssen sich künftig an die verschärften Aufsichtspflichten halten. Die Änderungen treten am 1. April in Kraft – parallel zu erweiterten Schwimmkursen und Sicherheitsaufklärungsprogrammen.

Quelle