22 April 2026, 14:12

Handwerksbetriebe in MV kämpfen mit steigenden Kosten und sinkenden Umsätzen

Altes Buch mit einer Tabelle von Artikeln und Preisen im Zusammenhang mit der gewerblichen Produktion in Virginia, das Text- und numerische Daten anzeigt.

Handwerksbetriebe in MV kämpfen mit steigenden Kosten und sinkenden Umsätzen

Handwerksbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern stehen unter wachsendem Finanzdruck

Handwerksunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern kämpfen mit steigenden Kosten und sinkenden Einnahmen. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Fast die Hälfte der Betriebe verzeichnete zu Beginn des Jahres 2023 geringere Erträge – besonders belastend wirken sich die Materialkosten aus. Trotz der schwierigen Lage halten die Arbeitgeber an ihren Beschäftigten fest, sparen aber an anderer Stelle.

In der Region gibt es rund 19.000 Handwerksbetriebe mit etwa 112.000 Beschäftigten. Fachkräfte bleiben ihr wichtigstes Kapital, doch viele Unternehmen kämpfen darum, die Bilanzen auszugleichen. Im ersten Quartal 2023 meldeten 45 Prozent der befragten Betriebe niedrigere Umsätze als im Vorquartal.

Materialkosten als größte Belastung 88 Prozent der Unternehmen nannten stark gestiegene Beschaffungs- und Materialkosten als größte Herausforderung. Um gegenzusteuern, erhöhten die Hälfte von ihnen ihre Verkaufspreise, andere reduzierten stattdessen Investitionen – Entlassungen blieben jedoch weitgehend aus. Die Zahl der neuen Ausbildungsplätze und Beschäftigten blieb stabil, was darauf hindeutet, dass die Betriebe die Belegschaft halten wollen.

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Die Bundesregierung schlug kürzlich einen steuer- und abgabenfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro für Arbeitgeber vor, um die Folgen der gestiegenen Ölpreise abzufedern. Kritiker bezeichneten die Maßnahme jedoch als "katastrophales Signal" und warfen der Regierung vor, die tieferliegenden finanziellen Probleme zu ignorieren. Angesichts ausbleibender konjunktureller Erholung blicken viele Unternehmen skeptisch auf zukünftige Ausgaben.

Keine Entwarnung in Sicht Die Handwerksbetriebe sehen sich weiterhin massiv steigenden Kosten gegenüber, ohne dass eine Entlastung absehbar wäre. Zwar wurden bisher Stellenabbau vermieden, doch zurückgehende Investitionen und höhere Preise spiegeln die anhaltende Belastung wider. Ob die staatlichen Hilfsmaßnahmen greifen, bleibt ungewiss – die Unternehmen bewegen sich in einem unsicheren finanziellen Umfeld.

Quelle