Heidenheims emotionaler 2:0-Sieg: Dinkçis Tor für seine leukämiekranke Freundin
Marie RichterHeidenheims emotionaler 2:0-Sieg: Dinkçis Tor für seine leukämiekranke Freundin
Heidenheim sichert wichtigen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli und hält Klassenerhoffnungen am Leben
Mit einem entscheidenden 2:0 gegen den FC St. Pauli in der Bundesliga hat der 1. FC Heidenheim seine Chancen auf den Klassenverbleib vorerst gewahrt. Das Spiel entwickelte sich zudem zu einem persönlichen Meilenstein für Mittelfeldspieler Eren Dinkçi, der nicht nur eines der Tore erzielte, sondern es auch seiner an Leukämie erkrankten Freundin widmete.
Der Sieg brachte Heidenheim vorübergehend vom letzten Tabellenplatz weg, doch die Mannschaft bleibt in der Abstiegszone. Dinkçis Treffer war entscheidend – und nach dem Spiel offenbarte er die emotionale Bedeutung dahinter.
Seine Freundin Cinja kämpft gegen Leukämie und könnte auf eine Stammzelltransplantation angewiesen sein. Dinkçi hofft, dass sein Tor ihr in dieser schweren Zeit Kraft und Freude schenkt. Das Paar spricht offen über ihren Kampf und betont, dass es bei ihrer Zusammenarbeit mit der DKMS – einer Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs – nie um persönlichen Gewinn ging, sondern darum, anderen in Not zu helfen.
Heidenheim unterstützte die Initiative, indem der Verein rund um das Auswärtsspiel in Freiburg eine Registrierungsaktion für potenzielle Stammzellspender organisierte. Dabei ließen sich 688 Menschen als mögliche Spender registrieren. Trainer Frank Schmidt lobte Dinkçi später nicht nur für seine Leistung auf dem Platz, sondern auch für sein Engagement abseits des Rasens und nannte sein Handeln "über den Fußball hinaus inspirierend".
Der Sieg verschafft Heidenheim eine kurze Verschnaufpause im Abstiegskampf. Gleichzeitig haben Dinkçis Tor und die Spenderaktion des Vereins die dringende Notwendigkeit von Stammzellspendern in den Fokus gerückt. Beide Bemühungen – sportlich wie gesellschaftlich – gehen nun in die entscheidende Phase der Saison.






