15 April 2026, 02:04

Hitzige Bundestagsdebatte: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Ein Plakat mit dem Titel "Mangel an Bildung: Der Kreislauf" mit chaotischen Bildern von verschiedenen Menschen und fettem schwarzem Text.

Hitzige Bundestagsdebatte: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Im Deutschen Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt an Schulen und deren mögliche Ursachen entbrannt. Die rechtspopulistische AfD warf Saskia Esken, der SPD-Vorsitzenden im Bildungsausschuss, vor, das Problem zu verharmlosen und mit Migration in Verbindung zu bringen. Esken wies die Vorwürfe entschlossen zurück und betonte, dass Migration nicht der Kern des Problems sei.

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Der Streit eskalierte, nachdem die AfD zwei Anträge eingebracht hatte. Einer forderte eine bessere Erfassung gewalttätiger Vorfälle an Schulen, der andere verlangte Maßnahmen gegen religiös motivierte Mobbingfälle. Beide Initiativen wurden zur weiteren Prüfung in die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch kritisierte Esken scharf und warf ihr vor, das Ausmaß der Schulgewalt herunterzuspielen. Esken räumte zwar ein, dass Mobbing und körperliche Angriffe zugenommen hätten, nannte jedoch andere Gründe. Sie argumentierte, dass Kindern und Jugendlichen grundlegende Fähigkeiten zur Konfliktlösung fehlen, was die Situation verschärfe.

Auch andere Parteien meldeten sich zu Wort. Vertreter der konservativen Union, der Grünen und der Linken stimmten darin überein, dass Schulgewalt ein wachsendes Problem darstelle. Gleichzeitig wiesen sie den Versuch der AfD zurück, dies pauschal mit Migration zu verknüpfen, und nannten diesen Ansatz zu vereinfachend. Aktuelle Polizeidaten zeigen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern.

In der Debatte wurde zudem das Ausmaß von Cybermobbing thematisiert. Fast jeder fünfte Schüler in Deutschland ist mittlerweile von digitaler Belästigung betroffen – ein weiterer Grund zur Sorge um die Sicherheit der Lernenden.

Die AfD-Anträge werden nun in den parlamentarischen Ausschüssen eingehend geprüft. Esken bleibt indes bei ihrer Position: Entscheidend sei die Stärkung von Konfliktlösungskompetenz, nicht die Fokussierung auf Migration. Die Diskussion spiegelt die grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten wider, wie der wachsenden Aggression in deutschen Klassenzimmern begegnet werden soll.

Quelle