04 April 2026, 16:03

Lissabon führt Zeitlimits an Aussichtspunkten gegen Überfüllung ein

Luftaufnahme von Lissabon, Portugal, mit Booten auf dem Wasser, Gebäuden, Hügeln und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

Lissabon führt Zeitlimits an Aussichtspunkten gegen Überfüllung ein

Lissabon führt strenge Zeitlimits an beliebten Aussichtspunkten ein

Ab Mai wird die portugiesische Hauptstadt an einigen ihrer berühmtesten Aussichtsplattformen Zeitbegrenzungen einführen. Durch Drehkreuze und Ampelsignale soll geregelt werden, wie lange Besucher verweilen dürfen. Damit will die Stadt das sogenannte "Sunset-Squatting" unterbinden und die Überfüllung an stark frequentierten Orten besser steuern.

Das Pilotprojekt startet am 1. April 2023 mit einer Testphase, bevor die Maßnahmen ab Mai 2024 vollumfänglich greifen. Vier zentrale Standorte – Graça, Senhora do Monte, Santa Catarina (Adamastor) und São Pedro de Alcântara – werden das neue System als erste erproben. Besucher müssen sich an zeitlich begrenzte Zugänge halten; wer länger bleibt, riskiert ein Bußgeld.

Ein Ampelsystem zeigt an, wann die erlaubte Aufenthaltsdauer abgelaufen ist. Wer die Signale ignoriert, löst eine temporäre Sperre des Drehkreuzes aus und muss eine Strafe von 15 Euro zahlen – die "TOEEC" (Steuer auf übermäßige Inanspruchnahme von Panoramabereichen). Die eingenommenen Gelder fließen in die tägliche Reinigung der technisch ausgestatteten Standorte.

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Die Neuerungen markieren einen Wandel im Umgang Lissabons mit seinen meistbesuchten Touristenattraktionen. Ab Mai ersetzen zeitgesteuerte Zugänge und Strafen die bisher unregulierten Besuche an den ausgewählten Aussichtspunkten. Die Stadt erhofft sich von dem Pilotprojekt eine bessere Steuerung der Besucherzahlen und eine erhöhte Sauberkeit in den betroffenen Bereichen.

Quelle