23 March 2026, 04:03

Machtwechsel in Kempten: CSU verliert Rathaus nach 30 Jahren an Freie Wähler

Karte von Deutschland mit Bundesländern in Rot und Blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Machtwechsel in Kempten: CSU verliert Rathaus nach 30 Jahren an Freie Wähler

Kemptens langjähriger Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) scheitert bei der Wiederwahl

Thomas Kiechle, der seit Langem amtierende Oberbürgermeister Kemptens (CSU), hat seine Kandidatur für eine dritte Amtszeit verloren. Christian Schoch von den Freien Wählern setzte sich in der Stichwahl mit 55 Prozent der Stimmen durch. Das Ergebnis beendet die 30-jährige Vorherrschaft der CSU im Kemptener Rathaus.

Die CSU hatte 1996 mit dem Wahlsieg von Ulrich Netzer erstmals das Bürgermeisteramt in Kempten übernommen und damit die jahrzehntelange Führung der SPD beendet. Netzer übergab das Amt 2014 an Kiechle, der die Dominanz der Partei fortsetzte. Kiechle, Sohn des ehemaligen Bundeslandwirtschaftsministers Ignaz Kiechle, regierte zwei Amtszeiten, bevor er nun die Niederlage hinnehmen musste.

Am 22. März 2026 entschieden sich die Wähler in einer Stichwahl mit einer Wahlbeteiligung von 43,6 Prozent für Schoch statt Kiechle. Mit Schochs Sieg geht die Macht von der CSU auf die Freien Wähler über – und bricht damit die drei Jahrzehnte währende Ära der CSU im Rathaus.

Laut Berichten spielten keine größeren gesellschaftlichen Veränderungen in der Region Allgäu eine Rolle für das Wahlergebnis.

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Das Ergebnis beendet die ununterbrochene Reihe von CSU-Oberbürgermeister in Kempten seit 1996. Schoch wird die Stadt nun mit einer klaren Mehrheit führen. Der Machtwechsel folgt auf einen Wahlkampf, an dessen Ende weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten teilgenommen hatte.

Quelle