10 May 2026, 02:03

Massenstreik in Sozial- und Bildungsbereich: 330.000 fordern faire Löhne und mehr Personal

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung in Not zeigt, mit Text oben und unten.

Massenstreik in Sozial- und Bildungsbereich: 330.000 fordern faire Löhne und mehr Personal

Rund 330.000 Beschäftigte in sozialen Diensten und im Bildungsbereich haben in ganz Deutschland die Arbeit niedergelegt. Mit dem Streik wollen sie vor der nächsten Runde der Tarifverhandlungen Druck auf die kommunalen Arbeitgeber ausüben. Die Mitarbeiter fordern höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Lösungen für den Personalmangel.

Die aktuellen Arbeitsniederlegungen folgen gescheiterten Gesprächen am 22. März, bei denen keine Einigung erzielt wurde. Beschäftigte aus der Behindertenhilfe in Niedersachsen und Bremen schlossen sich dem Streik am 12. Mai an. In Oldenburg übergaben Demonstranten Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eine Petition mit ihren zentralen Forderungen.

Der Gewerkschaftssekretär Michael Patschkowski sprach auf einer Kundgebung in Hannover und kritisierte das aktuelle Lohnangebot der Arbeitgeber scharf. Die dritte Verhandlungsrunde findet nun am 16. und 17. Mai im Kongresshotel Potsdam statt. Arbeiter und ver.di-Vertreter fordern eine angemessene Würdigung ihrer Tätigkeiten, verbesserte Arbeitsbedingungen sowie konkrete Maßnahmen gegen den Personalmangel.

Die Streiks sind Teil einer breiter angelegten Kampagne, um vor den anstehenden Verhandlungen den Druck zu erhöhen. Die Beschäftigten argumentieren, dass ihre Leistungen in Bildung und sozialer Betreuung weiterhin unterbewertet werden. Die Gewerkschaft besteht darauf, dass faire Bezahlung und bessere Ausstattung längst überfällig seien.

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Die Arbeitsniederlegungen werden bis zum Beginn der Verhandlungen nächste Woche fortgesetzt. Beide Seiten treffen sich in Potsdam, um über Löhne, Arbeitsbedingungen und Personalstärken zu verhandeln. Eine Einigung könnte Tausende Beschäftigte in essenziellen öffentlichen Diensten betreffen.

Quelle