Mönchengladbach trotzt dem Wohnungsbau-Rückgang mit Rekordzahlen
Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg im Wohnungsbau und setzt damit dem landesweiten Rückgang in Nordrhein-Westfalen etwas entgegen. 2025 wurden in der Stadt 758 neue Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Verantwortliche führen den Erfolg auf strategische Planung und eine Investition von 43 Millionen Euro in das städtische Wohnungsunternehmen zurück.
Der Aufschwung begann 2023 mit dem Start der Wohnungsbauinitiative der Stadt. Im Rahmen des übergeordneten Programms „Wohnen für alle“ flossen rund 43 Millionen Euro in die WohnBau, den kommunalen Wohnungsanbieter Mönchengladbachs. Das Ziel war klar: bezahlbaren Wohnraum schaffen und innerstädtische Viertel beleben.
Bis 2025 zeigten sich beeindruckende Ergebnisse. Die Baugenehmigungen für neue Wohnungen stiegen um 73,6 Prozent – ein Wert, der den Landesdurchschnitt deutlich übertrifft. Zudem bewilligte die Stadt 43,2 Millionen Euro an Fördermitteln für 218 zusätzliche Wohneinheiten, fast so viele wie im Rekordjahr 2024. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner belegte Mönchengladbach unter den kreisfreien Städten Platz drei – 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt von 19,8.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs nannte die kontinuierliche Stadtentwicklung und gezielte Maßnahmen als entscheidende Treiber. Seine Äußerungen fielen in eine Zeit, in der Nordrhein-Westfalen einen Rückgang der Fertigstellungen um 9,4 Prozent verzeichnete – auf nur noch 37.185 Wohnungen, den niedrigsten Stand seit 14 Jahren. Steigende Kreditzinsen, explodierende Baukosten und weniger Baugenehmigungen verschärften den landesweiten Abwärtstrend.
Mönchengladbachs Wohnungsbauboom hebt sich damit von der schwierigen Lage in der Region ab. Die Investitionen in die WohnBau und der Anstieg der Genehmigungen zeigen messbare Erfolge. Gleichzeitig kämpft das übrige Land weiterhin mit sinkenden Bauzahlen und finanziellen Belastungen.






