23 April 2026, 06:04

Münchner Logistik setzt auf E-Lastenzweiräder für klimaneutrale Stadtlieferungen

Männer in Uniformen laden ein Cargo-Flugzeug auf einen Lastwagen auf dem Boden mit dem Himmel im Hintergrund.

Münchner Logistik setzt auf E-Lastenzweiräder für klimaneutrale Stadtlieferungen

Münchner Logistikunternehmen setzen auf E-Lastenzweiräder, um Emissionen zu reduzieren und sich an strengere Verkehrsregeln anzupassen. Die Gienger Logistik KG nutzt die Fahrräder nun für Stadtlieferungen und ersetzt damit herkömmliche Transporter und Lkw. Der Umstieg erfolgt im Vorfeld des geplanten Verbots von Verbrennermotoren in München bis 2035, das im Rahmen des städtischen Mobilitätskonzepts eingeführt wird.

Das Unternehmen hat Mubea Cargo-E-Lastenzweiräder in seine Flotte aufgenommen, die jeweils rund 20.000 Euro kosten. Eine typische Liefertour umfasst etwa 40 Kilometer und bis zu 25 Stopps – ein Beleg für die Effizienz der Räder im urbanen Logistikbetrieb. Zudem plant Gienger, den E-Lastenzweirad-Service angesichts der bevorstehenden Münchner Verkehrsauflagen weiter auszubauen.

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Doch der Transport der Räder birgt Herausforderungen: In einen Standard-Verteil-Lkw vom Typ MAN TGL (7,5 Tonnen) passen lediglich vier Mubea-Modelle. Die größeren, 3,40 Meter langen Design-Lastenzweiräder erfordern beim Entladen besondere Sorgfalt – anders als die kompakteren Mubea-Varianten. Spezialfahrer Arndt Groß sorgt dafür, dass jedes Rad sicher verzurrt wird, um Beschädigungen während des Transports zu vermeiden.

Um die Effizienz zu steigern, testet Gienger Logistik KG derzeit Rollcontainer, die sich in die BAYK-Rahmen der Räder einschieben lassen. Parallel übernimmt die Modes Logistics die Lieferung von Ersatzteilen, darunter Reserveräder – inklusive massiver Gussfelgen – sowie Heidenau-Motorradreifen für die Mubea-Fahrräder.

Der Einsatz von E-Lastenzweirädern steht im Einklang mit Münchens Bestrebungen, den urbanen Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Durch die Ausweitung des Services verringert die Gienger Logistik KG ihre Abhängigkeit von Diesel-Fahrzeugen und trägt so zur Erfüllung der städtischen Klimaziele bis 2035 bei. Eine spezialisierte Logistik – vom sicheren Verladen bis zur Komponentenlieferung – stellt sicher, dass die Räder täglich einsatzbereit bleiben.

Quelle