Neuer Flughafen-Betriebsplan verteilt Lärmbelastung in Hessen gerechter
Hannah SchneiderNeuer Flughafen-Betriebsplan verteilt Lärmbelastung in Hessen gerechter
Ein neuer Betriebsplan für den Frankfurter Flughafen soll die Lärmbelastung gerechter auf die umliegenden Gemeinden verteilen. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat das Konzept geprüft, das gezielte Ruhephasen und angepasste Flugrouten vorsieht. Einige Städte können mit weniger Lärm rechnen, andere müssen sich auf stärkere Beeinträchtigungen einstellen.
Das überarbeitete Konzept, das von der Deutschen Flugsicherung (DFS) und der Fraport AG erarbeitet wurde, basiert auf Prognosen von rund 560.000 Flugbewegungen bis zum Jahr 2033. Die meisten Starts werden weiterhin die Westbahn nutzen, wobei die Abflugrouten nach Nordwesten und die Anflüge aus südlicher Richtung je nach Verkehrsaufkommen wechseln. Eine zentrale Neuerung ist die Einführung einer morgendlichen Lärmpause, die Starts in nordwestlicher Richtung vor 6 Uhr untersagt.
Gemeinden wie Nauheim und Rüsselsheim dürfen mit spürbarer Lärmminderung rechnen. Dagegen müssen die Bewohner von Flörsheim und Eddersheim voraussichtlich mit höheren Lärmbelastungen leben. Städte wie Wiesbaden und Mainz werden hingegen keine nennenswerten zusätzlichen Belastungen erfahren.
Um Bedenken zu begegnen, wurde ein freiwilliges Lärmschutzpaket vereinbart. Dazu gehören der Ausbau von Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden sowie ein zusätzliches Förderprogramm für besonders betroffene Gebiete. Das Land Hessen wird die Umsetzung durch kontinuierliche Überwachung begleiten, um die Einhaltung der neuen Regelungen sicherzustellen.
Laut Bewertung des Ministeriums bleibt die Gesamtlärmbelastung mit dem bestehenden Planungsrahmen vergleichbar. Die Anpassungen zielen darauf ab, die Belastung umzuverteilen, statt sie insgesamt zu erhöhen.
Das überarbeitete Betriebskonzept strebt eine gleichmäßigere Verteilung des Lärms an und führt frühmorgendliche Ruhezeiten ein. Betroffene Gemeinden erhalten zusätzliche Unterstützung durch Schallschutzmaßnahmen und Förderprogramme. Der Fortschritt wird vom Land überwacht, um sicherzustellen, dass die Änderungen die angestrebte Ausgewogenheit erreichen.






