23 April 2026, 00:08

Niedersachsen fordert VW auf: Chinas Automodelle in Deutschland bauen

Ein Mercedes-Benz-Werk in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, umgeben von Grünflächen und Gebäuden unter einem bewölkten Himmel.

Niedersachsen fordert VW auf: Chinas Automodelle in Deutschland bauen

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat den Volkswagen-Konzern aufgefordert, die Produktion von in China entwickelten Automodellen in den deutschen Werken des Unternehmens zu prüfen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der das Bundesland – das mit 20 Prozent der Stimmrechte an dem Autokonzern beteiligt ist – Arbeitsplätze sichern und die volle Auslastung der heimischen Produktionsstandorte erhalten will. Lies kehrte kürzlich von einer Chinareise zurück, bei der er sich vor Ort über die Aktivitäten Volkswagens und die aufkommenden Mobilitätstrends informierte.

Während seines Besuchs verfolgte Lies die wachsende Präsenz des Konzerns in China sowie die Entwicklung innovativer Verkehrslösungen. Er betonte, dass neue Modelle, die speziell für den chinesischen Markt konzipiert wurden, auch frische Chancen für die deutschen Standorte des Unternehmens und dessen Zulieferernetzwerk bieten könnten.

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Lies unterstrich die Notwendigkeit, dass Deutschland einen kooperativeren Kurs im Umgang mit China einschlagen solle. Statt sich vor der Konkurrenz abschotten, müsse das Land vielmehr an Chinas wirtschaftlichem Erfolg partizipieren, argumentierte er. Seine Äußerungen folgten auf Warnungen, wonach chinesische Autohersteller in den kommenden Jahren vermehrt den europäischen Markt ins Visier nehmen würden.

Als großer Volkswagen-Aktionär mit Vetorecht bei zentralen Unternehmensentscheidungen kommt der Position Niedersachsens besonderes Gewicht zu. Lies machte deutlich, dass der Erhalt von Arbeitsplätzen und die volle Auslastung der deutschen Werke weiterhin oberste Priorität hätten. Zudem forderte er eine überarbeitete China-Strategie der Bundesregierung, die den sich wandelnden globalen Rahmenbedingungen der Automobilproduktion Rechnung trägt.

Der Vorschlag könnte dazu führen, dass die deutschen Volkswagen-Werke künftig auch Modelle fertigen, die ursprünglich für den chinesischen Markt entwickelt wurden. Lies' Plädoyer für eine engere Zusammenarbeit zielt darauf ab, lokale Arbeitsplätze zu sichern und gleichzeitig auf den wachsenden Einfluss Chinas in der Automobilbranche zu reagieren. Das Ergebnis könnte sowohl die künftige Strategie Volkswagens als auch die weiteren Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands zu China prägen.

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