Niedersachsen setzt KI-Übersetzer für effizientere Justizverfahren ein
Jonas HoffmannNiedersachsen setzt KI-Übersetzer für effizientere Justizverfahren ein
Niedersachsen führt ein neues, KI-gestütztes Übersetzungswerkzeug für sein Justizsystem ein. Die Technologie wurde ursprünglich für die Steuerverwaltung entwickelt, soll nun aber Gerichten helfen, internationale Fälle effizienter zu bearbeiten. Behörden zufolge spart das System Zeit und Kosten, ohne die rechtliche Präzision zu beeinträchtigen.
Grundlage des Tools ist das bestehende KI-System „InDA“ (Intelligente Datenanalyse in internationalen Steuerprüfungen), das vom Finanzministerium entwickelt wurde. In Zusammenarbeit mit dem Justizministerium wurde es nun für den juristischen Einsatz angepasst.
Ziel des Systems ist es, Gerichtsverfahren mit fremdsprachigen Elementen zu beschleunigen. Die Behörden planen, es bundesweit nach dem „Einer-für-alle“-Prinzip einzuführen, sodass Justizbehörden in ganz Deutschland auf dieselbe Technologie zugreifen können. Das Justizministerium hält nun alle Nutzungs-, Änderungs- und Weitergaberechte am System.
Das neue Übersetzungswerkzeug soll Verfahren mit internationalem Bezug vereinfachen. Gerichte profitieren von schnelleren Abläufen und geringeren Kosten, während die rechtliche Zuverlässigkeit gewahrt bleibt. Die bundesweite Verfügbarkeit des Systems markiert einen Schritt hin zur Standardisierung digitaler Unterstützung in der Justiz.






