29 March 2026, 04:04

Ölpreise explodieren: Thyssenkrupp kämpft mit Rekordverlusten und Produktionskürzungen

Schwarz-weiß-Illustration einer belebten Stahlfabrik aus den 1910er Jahren mit Arbeitern, Pfählen und Maschinen.

Ölpreise explodieren: Thyssenkrupp kämpft mit Rekordverlusten und Produktionskürzungen

Die Ölpreise sind auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen und belasten die globalen Märkte schwer. Der rasante Anstieg folgt den eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, wobei die Nordsee-Sorte Brent nun bei etwa 113 US-Dollar pro Fass gehandelt wird – ein Anstieg von 80 Dollar Anfang März. Deutsche Industriebetriebe, darunter der Stahlriese Thyssenkrupp, spüren den Druck durch steigende Kosten und fallende Aktienkurse.

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Die Krise begann im frühen März 2026, als US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran zunahmen. Innerhalb weniger Tage stieg der Brent-Preis in einer einzigen Handelssitzung um fast 15 Prozent – von 80 auf zwischen 92 und 100 Dollar pro Fass. Seither kletterten die Preise weiter, wobei das OPEC-Öl nun bei 143 Dollar pro Fass liegt.

Besonders betroffen ist Thyssenkrupp: Die Aktie des Konzerns verlor in den letzten 30 Tagen rund 31 Prozent und erreichte mit 7,46 Euro ein 52-Wochen-Tief – fast 44 Prozent unter dem Höchststand von 13,24 Euro im Oktober. Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit gestiegenen Produktionskosten durch den Ölpreisschock, während der französische Standort die Produktionskürzungen ausweitet, um gegen günstigere Importe bestehen zu können.

Als Reaktion bereitet die Bundesregierung ein "Entlastungspaket für Spritpreise" vor und plant die Freigabe nationaler Ölreserven. Bundeskanzler Friedrich Merz stellte zudem den gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 infrage und deutete eine mögliche Kehrtwende in der Energiepolitik an.

Fallen die Ölpreise nicht und lässt der Importdruck nicht nach, wird die Thyssenkrupp-Aktie voraussichtlich weiter unter starkem Druck bleiben. Die Entlastungsmaßnahmen der Regierung sollen die Folgen abfedern, doch die Industrie steht vor anhaltenden Herausforderungen durch den lang anhaltenden Anstieg der Energiepreise. Die Lage bleibt angespannt, da geopolitische Spannungen weiterhin die globalen Märkte beeinflussen.

Quelle