Osnabrück lockt mit Prämien: Dringend Tagespflegepersonen gesucht
Osnabrück startet Initiative zur Gewinnung von Tagespflegepersonen
Die Stadt Osnabrück startet eine neue Kampagne, um dringend benötigte Tagespflegepersonen zu gewinnen. Mit einem Werbeprämienmodell und einem Qualifizierungsprogramm – gefördert durch ein Bundesprogramm – soll das Angebot an Betreuungsplätzen für Familien vor Ort ausgebaut werden.
Ab sofort erhalten bestehende Tagespflegepersonen in Osnabrück eine Prämie von 100 Euro für jede neue Fachkraft, die ihre Pflegeerlaubnis erfolgreich abschließt. Wenn die neu qualifizierte Betreuungsperson Kinder aus der Stadt aufnimmt und mindestens sechs Monate tätig bleibt, gibt es zusätzlich 400 Euro. Damit kann die vermittelnde Tagespflegeperson pro erfolgreicher Vermittlung bis zu 500 Euro erhalten.
Das Ziel für 2023: rund 15 neue Tagespflegepersonen zu gewinnen. Da jede von ihnen bis zu fünf Kinder betreuen kann, könnten mittelfristig 75 zusätzliche Plätze entstehen. Aktuell nutzen 355 Kinder das Betreuungsangebot in Osnabrück, doch 51 stehen für den Sommer 2023 noch auf der Warteliste.
Voraussetzung für die Qualifizierung ist der Abschluss eines achtmonatigen Lehrgangs, den das Amt für Familie und Kinder in Kooperation mit der Katholischen Familienbildungsstätte Osnabrück anbietet. Der Kurs führt zur vollen Pflegeerlaubnis. Interessierte können sich beim Amt über Ablauf, Voraussetzungen und Verdienstmöglichkeiten informieren.
Eine neue Werbe- und Informationskampagne soll zudem auf das Angebot aufmerksam machen. Alle Details gibt es auf der Website einzigartig-wachsen-gestalten.de. Die Initiative wird durch das Bundesprogramm „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ unterstützt.
Mit finanziellen Anreizen und Ausbildungsmöglichkeiten will Osnabrück die Betreuungskapazitäten ausbauen. Angesichts von 51 Kindern auf der Warteliste hofft die Stadt, das Defizit bis zum Sommer zu verringern. Die neuen Tagespflegepersonen helfen nicht nur, die Nachfrage zu decken, sondern erwerben dabei auch einen anerkannten Abschluss.






