23 March 2026, 10:03

Osnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Jugendkriminalität

Eine dunkle Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz der Gewaltkriminalität pro 100.000 Einwohner in jedem Bundesstaat anzeigt, mit zusätzlichem erklärendem Text unten.

Osnabrücks Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Jugendkriminalität

Die neuesten Kriminalstatistiken für Osnabrück aus dem Jahr 2025 zeigen ein gemischtes Bild. Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten leicht zurück, doch die Gewaltkriminalität – insbesondere häusliche Gewalt – blieb besorgniserregend hoch. Die Behörden verzeichneten insgesamt 81.539 Fälle, ein Rückgang um 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch geben einige Bereiche Anlass zur Sorge.

Ein besonders auffälliges Problem ist der Anstieg der Jugendkriminalität, die in den letzten fünf Jahren um 15 % gestiegen ist. Dieser Zuwachs übertrifft den anderer Großstädte in Niedersachsen und setzt Osnabrück über den regionalen Durchschnitt bei Straftaten von Jugendlichen.

Die Gewaltkriminalität dominierte die Statistik mit 14.568 gemeldeten Fällen im Jahr 2025. Fast 10.000 davon betrafen Körperverletzungen, während die Zahl der häuslichen Gewaltdelikte mit 4.893 Fällen auf einem alarmierend hohen Niveau verblieb. Zwei mutmaßliche Tötungsdelikte im häuslichen Umfeld erschütterten die Region besonders.

Auch Messerdelikte nahmen zu und erreichten 438 Fälle. Die meisten davon waren Bedrohungen, nicht tatsächliche Angriffe, doch der Aufwärtstrend verstärkt die Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit. Gleichzeitig blieb die Verbreitung pornografischen Materials über Messengerdienste und soziale Medien eine Herausforderung – hier wurden 867 Fälle registriert.

Bei der Jugendkriminalität zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: Zwar sank die Gesamtzahl der Straftaten von Kindern und Jugendlichen (5.868) leicht im Vergleich zu 2024, doch die Zahl der tatverdächtigen Kinder unter 14 Jahren stieg. Bei den jugendlichen Tatverdächtigen zwischen 14 und 18 Jahren war dagegen ein Rückgang zu verzeichnen. In den letzten fünf Jahren ist die Jugendkriminalität in Osnabrück um 15 % gestiegen – stärker als in Hannover (10 %), Braunschweig (8 %) oder Oldenburg (12 %). Mit einer Rate von 1.200 Fällen pro 10.000 junge Menschen liegt die Stadt nun über dem niedersächsischen Durchschnitt von 1.050.

Trotz dieser Herausforderungen blieb die allgemeine Sicherheitslage stabil. Die gemeldete Kriminalität ist in den letzten zwei Jahrzehnten um 23.000 Fälle zurückgegangen, was einen langfristigen Rückgang in vielen Bereichen widerspiegelt. Die Behörden betonten, dass die Kriminalitätsrate insgesamt nachhaltig sinke, auch wenn bestimmte Deliktgruppen besondere Aufmerksamkeit erfordern.

Die Zahlen für 2025 zeigen in Osnabrück sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme. Gewaltkriminalität, Jugenddelinquenz und digitale Ausbeutung bleiben zentrale Sorgen, selbst wenn die Gesamtzahl der Straftaten leicht sinkt. Da die Jugendkriminalität schneller steigt als in vergleichbaren Städten, stehen die lokalen Behörden im kommenden Jahr vor der anhaltenden Aufgabe, diesen Trends entgegenzuwirken.

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