10 May 2026, 08:03

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: 22 Milliarden Euro Defizit drohen bis 2026

Ein Plakat mit einer detaillierten Zeichnung eines deutschen Krankenhausgebäudes mit umliegenden Strukturen und informativem Text.

Pflegeversicherung vor dem Kollaps: 22 Milliarden Euro Defizit drohen bis 2026

Deutschlands soziale Pflegeversicherung steckt in einer wachsenden Finanzkrise. In den nächsten zwei Jahren droht ein Defizit von über 22 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat nun Pläne angekündigt, die Beiträge zu erhöhen und das System grundlegend zu reformieren.

Die Versicherung schreibt seit Jahren rote Zahlen, da die Ausgaben die Einnahmen bei Weitem übersteigen. Warken kritisierte den „katastrophalen Zustand“ des Systems und machte frühere Regierungen dafür verantwortlich, Leistungen ausgeweitet zu haben, ohne die Finanzierung langfristig zu sichern. Durch frühere Reformen war die Anzahl der Pflegegrade von drei auf fünf erhöht worden – eine Änderung, die sie nun ausschließt rückgängig zu machen.

Um die finanzielle Belastung zu verringern, will Warken höhere Verdienstgruppen stärker in die Pflicht nehmen. Derzeit gilt eine Beitragsbemessungsgrenze bei einem Bruttomonatseinkommen von 5.812 Euro. Bis Mitte Mai kündigte sie an, detaillierte Reformvorschläge und Sparmaßnahmen vorzulegen. Ziel ist es, das System zu stabilisieren und weitere Beitragserhöhungen für Pflegeleistungen zu vermeiden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die geplanten Reformen zielen auf die Beitragssätze und Einkommensgrenzen ab. Warkens Konzepte sollen nicht nur das aktuelle Defizit abfedern, sondern auch künftige Finanzlücken verhindern. Eine endgültige Entscheidung über die Änderungen wird für die Zeit nach Mitte Mai erwartet.

Quelle