Pwn2Own Berlin 2026: Hacker decken 24 Zero-Day-Lücken in Top-Software auf
Hannah SchneiderPwn2Own Berlin 2026: Hacker decken 24 Zero-Day-Lücken in Top-Software auf
Erster Tag des Pwn2Own Berlin 2026: Hacker nutzen 24 Zero-Day-Schwachstellen in gängiger Software aus
Am ersten Tag des Pwn2Own Berlin 2026 demonstrierten Hacker die Ausnutzung von 24 bisher unbekannten Sicherheitslücken in führender Software. Für ihre erfolgreichen Angriffe erhielten die Forscher insgesamt 523.000 US-Dollar an Prämien.
Zu den Zielen zählten Windows 11, OpenAIs Codex und Microsoft Edge, wobei mehrere Teams hochriskante Exploits vorführten. Das DEVCORE Research Team führte nach dem ersten Tag mit 205.000 US-Dollar die Rangliste an. Ihr größter Erfolg gelang Orange Tsai, der vier logische Fehler kombinierte, um aus der Microsoft-Edge-Sandbox auszubrechen – allein dafür erhielt er 175.000 US-Dollar.
Windows 11 wurde gleich dreimal kompromittiert, wobei jeder Forscher 30.000 US-Dollar für seinen erfolgreichen Angriff kassierte. Zwei unabhängige Teams – Compass Security und maitai von Doyensec – erhielten jeweils 40.000 US-Dollar für die separate Ausnutzung von OpenAIs Codex-Coding-Agent.
Valentina Palmiotti von IBM X-Force Offensive Research sicherte sich 70.000 US-Dollar durch zwei erfolgreiche Exploits. Ein weiterer bemerkenswerter Angriff stammte von Satoki Tsuji (Ikotas Labs), der eine zu großzügig konfigurierte Zulassungsliste in der NVIDIA Megatron Bridge ausnutzte und dafür 20.000 US-Dollar erhielt. STARLabs SG kassierte 40.000 US-Dollar für eine Zero-Day-Lücke in LM Studio, während k3vg3n drei Fehler kombinierte, um LiteLLM zu kompromittieren – auch hier gab es 40.000 US-Dollar.
Bis zum Ende des Tages waren 22 Einreichungen erfolgt, wobei 24 Zero-Day-Schwachstellen in verschiedenen Plattformen und Anwendungen erfolgreich demonstriert wurden. Das DEVCORE Research Team führte die Wertung an, gefolgt von Valentina Palmiotti auf Platz zwei. Die Gesamtausschüttung von 523.000 US-Dollar unterstreicht die Schwere und Vielfalt der aufgedeckten Sicherheitslücken. Die Veranstalter bestätigten, dass alle Exploits an die betroffenen Hersteller gemeldet werden, um entsprechende Patches zu entwickeln.






