Rüstungsindustrie fordert rasche Entscheidung für neues deutsches Kampfflugzeug
Jonas HoffmannRüstungsindustrie fordert rasche Entscheidung für neues deutsches Kampfflugzeug
Deutschlands Rüstungsindustrie drängt auf schnelle Entscheidung über Zukunft der Kampfflugzeug-Entwicklung
Nach dem Scheitern des deutsch-französischen FCAS-Programms fordern Airbus und politische Verantwortliche nun Taten. Sie warnen, dass weitere Verzögerungen die Entwicklung eines neuen Kampfflugzeugs für die Luftwaffe gefährden könnten.
Thomas Pretzl, Vorsitzender des Betriebsrats von Airbus Defence and Space, betont, dass das Unternehmen über das Know-how verfüge, um ein eigenes Kampfflugzeug zu entwickeln. Jeder Tag, der in Debatten statt in Entscheidungen verstreiche, sei ein verlorener Tag für die Entwicklung, so Pretzl. Er unterstreicht, dass Deutschland über die notwendigen finanziellen Mittel verfüge und die Luftwaffe dringend moderne Maschinen benötige.
Reinhard Brandl, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU, unterstützt die Pläne, pocht jedoch auf europäische Zusammenarbeit. Deutsche Unternehmen könnten eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des nächsten europäischen Kampfflugzeugs spielen, ist er überzeugt. Unterdessen drängt Airbus die Politik zu einer zügigen Weichenstellung für das Projekt.
Der Vorstoß kommt nach dem Zusammenbruch des FCAS-Programms, einer gemeinsamen Initiative mit Frankreich. Nun sind sich Industrievertreter und Politiker einig: Die Zeit wird knapp, um weitere Rückschläge zu vermeiden. Ohne das FCAS steht Deutschland unter Zugzwang. Airbus und politische Akteure fordern einen klaren Fahrplan, um die Entwicklung nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Die Entscheidung wird zeigen, ob das Land in den kommenden Jahren ein neues Kampfflugzeug für seine Luftstreitkräfte liefern kann.






